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Gemeinsam feiern: Bürgermeister Siegfried Fischer (M.) beim Ernstbrunner Feuerwehrfest mit (v. l.) den Altbürg ermeistern Manfred Wojna, Johann Prügl und dem amtierenden Bürgermeister Horst Gangl.

Besuch in Ernstbrunn

Freundschaftspflege mit Sturm und Veltliner

Isen zu Besuch bei Freunden: Marktgemeinderat, Rathaus- und Bauhofmitarbeiter sowie Kindergärtnerinnen haben ihren Betriebsausflug zur Partnergemeinde Ernstbrunn in Niederösterreich gemacht.

Von Albert Zimmerer

Isen – Nachdem der letzte offizielle Besuch in der Partnergemeinde Ernstbrunn schon einige Jahre zurückliegt, hatte Bürgermeister Siegfried Fischer die Idee, den diesjährigen Betriebsausflug mit einem 3-Tage-Ausflug nach Niederösterreich zu verbinden. Dabei stellte Fischer sein Talent als Reisebegleiter unter Beweis, indem er zu jedem markanten Punkt der Reiseroute Informationen und Anekdoten lieferte.

Der erste längere Halt war in Sankt Florian. Nach einer Führung durch das Augustiner Chorherrenstift mit der Bruckner-Orgel und dem Sarkophag des berühmten Organisten und Komponisten, ging es in den Stiftskeller zum Mittagessen. Beim nächsten Halt in Dürnstein in der mediterran anmutenden Wachau gab es schon den ersten Vorgeschmack auf den Heurigen. Der Federweiße, der hier „Sturm“ heißt, mundete vorzüglich. Da in Ernstbrunn selbst keine Übernachtungsmöglichkeit für so viele Personen vorhanden ist, checkten die Isener in ein Hotel rund 20 Kilometer von der Partnergemeinde entfernt ein. Das Abendessen wurde mit einem Heurigen-Besuch in Hagenbrunn verbunden, das schon näher bei Wien liegt. Mit Ernstbrunns Alt-Bürgermeister Johann Prügl besuchte man dort die Buschenschänke des Weinguts „Deutsch“, wo der Seniorchef mit Anekdoten zu unterhalten wusste.

Am nächsten Tag stand Wien auf dem Programm. In Erinnerung bleiben dürfte die Stadtrundfahrt mit „Nini“. Die Stadtführerin würzte ihre Infos mit trockenem Humor und bezeichnete das imposante Rathaus schon mal als „Kirche der Scheinheiligen“. Das eigentliche Ziel der Reise erreichten die Isener am Abend beim Besuch des Oktoberfestes in Ernstbrunn. In der mit einem Zeltanbau erweiterten Feuerwehr-Gerätehalle wurde mit Stimmungsmusik und Grünem Veltiner zünftig gefeiert. Am letzten Tag der Reise fuhr man erneut nach Ernstbrunn und ließ sich nach dem Festgottesdienst von Bürgermeister Horst Gangl und seinem Vize Alfred Wittmann die 3900-Einwohner zählende Partnergemeinde näher bringen. Größter Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler nach dem Kalkwerk ist der Windpark Simonsfeld. Die fünf Windkraftwerke bringen weit mehr Strom als Ernstbrunn benötigt. Warum der österreichische Gemeindetag Horst Gangl heuer zum „Bürgermeister des Jahres“ wählte, wurde bei der abschließenden Powerpoint-Präsentation im Rathaus deutlich. Bemerkenswert, dass die Gemeinde ein eigenes Ruftaxi besitzt, das logischerweise elektrisch fährt und ehrenamtlich auch von den Gemeinderäten betrieben wird.

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