Zufrieden mit den Zahlen: (v. l.) Regionaldirektor Anton Kandler, Zeno Lohmaier, Friedrich Reiser, Georg Heilmeier, Fritz Ziller und Ulrich Holnburger. Foto: Zimmerer

RVB Isen-Sempt

Fusion „auf einem guten Weg“

Isen - Licht und Schatten wechselten sich bei der Vertreterversammlung der Raiffeisen-Volksbank (RVB) Isen-Sempt im Isener Klement-Saal ab. Großes Thema war natürlich die angekündigte Fusion.

Zur kolportierten Fusion mit der VR-Bank Erding bestätigte der Vorstandsvorsitzende Friedrich Reiser, dass aktuell Sondierungsgespräche liefen, wobei man „auf einem guten und erfolgreichen Weg sei“.

In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat habe man sich zu diesem strategischen Zusammenschluss mit der Kreisstadt-Genossenschaft entschlossen, noch bevor einen die Not dazu zwinge. Reiser machte kein Hehl daraus, dass aufgrund der Niedrigzinsen „ein Tal der Tränen zu durchschreiten sei“. Der sich abzeichnende Ergebnisrückgang um 40 Prozent bis 2020 zwinge zu Kosteneinsparungen, erklärte Reiser.

Einen neuen Weg geht die RVB Isen-Sempt deswegen im klassischen Service-Bereich, wo für alle Geschäftsstellen – mit Ausnahme von Isen und Anzing – ein so genanntes Tandem-Modell entwickelt wurde. Künftig werden jeweils zwei Geschäftsstellen abwechselnd geöffnet sein.

Zuvor hatte der Vorsitzende seinen Unmut über die „ungeahnten Auswüchse der Regulatorik“ Luft gemacht. Die Dokumentationspflicht bei Krediten würde auch von Kunden als sehr belastend empfunden.

Positive Nachrichten verkündete Vorstandsmitglied Fritz Ziller bei der Vorstellung des Jahresabschlusses. Trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen könne die RVB Isen-Sempt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2015 zurückblicken. So habe die Bilanzsummenentwicklung der letzten vier Jahre die Erwartungen übertroffen und sei 2015 um 2,5 Prozent auf 542 Millionen Euro gestiegen (siehe Kasten). Sein Vorschlag, 274 054 Euro für Bonuspunkte zu vergüten und die Dividende pro Anteil bei 2 Prozent zu belassen, wurde von den 69 anwesenden Mitglieder-Vertretern ohne Gegenstimme angenommen.

Zufrieden mit dem Jahresergebnis und dem Prüfungsbericht zeigte sich Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Holnburger. Seinem Vorschlag zur Entlastung des Vorstands folgte die Versammlung einstimmig. Aufgrund seines turnusmäßigen Ausscheidens musste sich Holnburger zur Wiederwahl stellen, die ebenfalls einstimmig ausfiel.

Verabschiedet wurden die langjährigen Aufsichtsratsmitglieder Georg Heilmeier (31 Jahre) und Zeno Lohmaier (32 Jahre). Für den Walpertskirchener und den Isener wurde im Hinblick auf die geplante Fusion keine Ersatzwahl vorgenommen. Die Ehrung nahm Direktor Anton Kandler vom Genossenschaftsverband Bayern vor.

Albert Zimmerer

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