Viel zu organisieren hatte der Primizausschuss, der seit über einem halben Jahr den ersten Gottesdienst von Tobias Prinzhorn vorbereitet.

Tobias Prinzhorn feiert in Pemmering

Ein ganzes Dorf ist im Primiz-Fieber

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Pemmering - An diesem Sonntag ist der große Tag für das kleine Pemmering: Tobias Prinzhorn feiert in dem 300-Seelen-Dorf, seiner Heimatpfarrei, Primiz. Seit über einem halben Jahr bereitet sich die Pfarrei darauf vor. Es soll eine unvergessliche Feier werden.

Der Primizausschuss bestehend aus Pfarrer Josef Kriechbaumer, den Pfarrgemeinderatsmitgliedern Matthias Brenner und Josefine Berg und den Kirchenverwaltungsmitgliedern Hans Angermaier, Theo Stiglmaier sowie Josef Schwaiger und dem Primizianten Prinzhorn hat in zahlreichen Sitzungen das Großereignis vorbereitet. In den vergangenen Tagen wurde bereits der Primizaltar aufgebaut. Seit Anfang der Woche werden auch schon Girlanden uns Straßenschmuck gebunden. Denn das Fest soll für den Primizianten aber auch für die Pemmeringer unvergesslich werden. Am Freitag wird dann auch das Festzelt geschmückt. Über 40 Torten werden für die Primizgäste benötigt, in vielen Pemmeringer Haushalten ist also am Wochenende großer Backtag angesagt.

Der große Primizaltar aus mächtigen Balken ist bereits aufgebaut worden.

Die Feierlichkeiten beginnen bereits am Samstag. Um 9 Uhr wird Prinzhorn im Dom zu Freising zum Priester geweiht. Zahlreiche Pemmeringer fahren mit dem Bus nach Freising, um der Weihe beizuwohnen. Abends um 19 Uhr wird der Primiziant dann in seiner Heimatpfarrei am Kirchplatz empfangen und begrüßt. Der feierliche Primizgottesdienst findet am Sonntag um 9.30 Uhr statt. Um 9.20 Uhr setzt sich der Kirchenzug von der Pfarrkirche aus zum Primizplatz in Bewegung. Daran nehmen Abordnungen vieler Vereine teil. Nach dem Primizgottesdienst werden die Primizfahnenbänder gesegnet und an die Fahnen geheftet. Ab 9 Uhr wird bereits die Ortsdurchgangsstraße in Pemmering für den gesamten Verkehr gesperrt. Um 16 Uhr findet dann in der Pfarrkirche St. Magaretha die Dankvesper statt. Dabei wird auch der Primiz-Einzelsegen erteilt.

Primiziant Prinzhorn ist mit seinen 37 Jahren ein Spätberufener für das Priesteramt. Der gebürtige Pemmeringer war als Bub in seiner Heimatpfarrei Ministrant. Damals wurde er auch vom Pfarrer angesprochen, ob er sich vorstellen könne, Priester zu werden. Erst viele Jahre später, nachdem Prinzhorn bereits ein Beruf erlernt hatte, hat sich der Pemmeringer dann doch für ein Theologiestudium entschlossen. 2015 wurde er zum Diakon geweiht. Nach seiner Priesterweihe geht Prinzhorn als Kaplan nach Partenkirchen. Der Geistliche will überzeugen, „dass es einen Herrgott gibt und dass man sich an den immer wenden kann. Egal, ob es einem schlecht oder gut geht.“ Als Seelsorger will Prinzhorn für alle da sein, ob gläubig oder nicht.  ar

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