Hans Zeheter (4.v.r.) mit Führungsriege

Freiwilligen Feuerwehr Westach

Generationswechsel an der Führungsspitze

Isen - Ein Generationswechsel hat bei der Freiwilligen Feuerwehr Westach stattgefunden. Mit Florian Nußrainer und Gerhard Rosenhuber sind zwei junge Männer Kommandanten der Wehr, die heuer 140 Jahre alt wird.

Junge Kommandanten haben bei der Westacher Feuerwehr Tradition: Vor 18 Jahren hat der damals 21-jährige Martin Angermaier jun. als stellvertretender Kommandant Verantwortung übernommen, bevor er sechs Jahre später zum Kommandanten gewählt wurde. Auch Nußrainer und Rosenhuber sind erst Ende und Mitte Zwanzig, haben sich aber bereits als Truppmänner qualifiziert. „Ich freu mich auf die verantwortungsvolle Aufgabe“, sagte der frisch gekürte Kommandant, der wie sein Stellvertreter nahezu einstimmig gewählt worden ist.

In seiner Abschiedsrede, bei der er Kappe und Jacke symbolisch an die neuen Kommandanten überreichte, dankte Angermaier den Feuerwehrleuten, die ihn fast 20 Jahre unterstützt hätten. Lob und Anerkennung bekam Angermaier selbst von Kreisbrandmeister Werner Axenböck. Die Kreisbrandinspektion habe die konstruktiven Vorschläge Angermaiers, der sich vorher als „Revoluzzer“ bezeichnet hatte, immer geschätzt. „Er ist ein ehrlicher Mensch, der sagt , was ihn bedrückt.“ Neue Aufgaben kommen auf Führung und Mannschaft durch den Schlauchwagen zu, den das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zur Verfügung stellt. Dass die Westacher Feuerwehr eines der mit 2000 Meter B-Schlauch bestückten und auf drei Mann Besatzung ausgelegten Fahrzeuge erhält, habe auch damit zu tun, „dass ihr so gut dasteht“, sagte Axenböck.

In seinem letzten Bericht ging Angermaier auf die geleistete Arbeit der 54 aktiven Feuerwehrleute ein. Dazu gehörten neben Übungen und Lehrgängen auch 15 Einsätze. Auch in Sachen Alarmsicherheit sei die Westacher Feuerwehr auf einem guten Weg. Bis Ende 2016 sollen alle aktiven Feuerwehrleute mit Funkweckern ausgestattet sein.

Einen Neustart gibt es nicht nur bei der Führung, auch die Jugendfeuerwehr steht vor neuen Herausforderungen. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass alle Top-Feuerwehrleute in die Reihen der Aktiven aufgenommen werden konnten“, sagte Vorsitzender Hans Zeheter. Zusammen mit dem neuen Jugendwarten Josef Keilhacker und Markus Reich will er interessierte Jugendliche finden, um die Nachwuchsarbeit weiterführen zu können. Den bisherigen Jugendwart, Thomas Angermaier, lobte Zeheter für dessen „harten, aber excellenten Ausbildungsstil“.

Dass die Westacher Feuerwehr neben ihren originären, auch viele gesellschaftliche Aufgaben übernimmt, machte der wiedergewählte Vorsitzende in seinem Bericht deutlich. Durch Veranstaltungen und zahlreicher in Eigenregie ausgeführter Arbeiten, wie dem Umbau des Speichers zum Jugendraum, sorge man dafür, dass man eine „für die Gmoa ganz schön günstige Feuerwehr“ sei.

Bürgermeister und „Ehrenspritzenmeister“ Siegfried Fischer machte deutlich, dass die Ausgaben der Kommune für ihre vier Feuerwehren „über die Jahre in Millionenhöhe“ gegangen sei. „Bei vielen Dingen rennt ihr bei mir offenen Türen ein, zu Fisimatenten sage ich aber weiterhin Nein“, beschied er.

Anne Huber

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