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Es gibt kein schlechtes Wetter: Obwohl es regnete, marschierten zwei Blaskapellen und die Vertreter von 60 Vereinen, wie hier die gastgebende KLJB Isen (Foto rechts), gut gelaunt beim Festzug mit.

70 Jahre KLJB Isen

„Hören, was uns die Jugend mit auf den Weg gibt“

Die KLJB Isen ist mit 180 Mitgliedern nicht nur die größte Ortsgruppe der ganzen Diözese, die umtriebigen Mädel und Burschen verstehen es auch, groß zu feiern.

Isen Das machte allein der Kirchenzug zum 70-jährigen Gründungsjubiläum deutlich, an dem sich gestern 60 Vereine sowie die Blaskapellen Isen und Kirchdorf beteiligten.

Genauso wie bei den Veteranen eine Woche zuvor, machte auch bei der Landjugend das Wetter einen Strich durch die Rechnung und verhinderte einen Festgottesdienst im Freien. Am Bräuanger war schon alles hergerichtet. Einen würdigen Rahmen gab die Pfarrkirche Sankt Zeno allemal, die wieder einmal aus allen Nähten zu platzen drohte. Zelebrant war Diözesan-Jugendpfarrer Richard Greul aus Freising, der zusammen mit Gemeindereferent Bernhard Schweiger und vielen Ministranten den Gottesdienst gestaltete. In seiner Predigt rief er der Jugend zu: „Ihr seid unsere Zukunft!“, und ermutigte die Erwachsenen, auf das zu hören, „was uns die Jugend mit auf den Weg gibt“.

Passend unkonventionell war der musikalische Rahmen von Balthasar Nußrainer und seiner Band. Sie gaben unter anderem das wunderbare „Halleluja“ von Leonhard Cohen zum Besten, und beim Lied „Lasst uns Spinner, Träumer, Botschafter sein“ kam sogar eine verzerrte E-Gitarre zum Einsatz. Eine gute Idee war es, die Festschrift, die auch die Lieder enthielt, an alle zu verteilen.

Bürgermeister und Schirmherr Siegfried Fischer bezeichnete die Isener Landjugend in seinem Grußwort als „ein Fundament, auf dem man sich sicher bewegen kann“. Sie sorge dafür, dass man seine Wurzeln nicht vergesse, in Zeiten wo „die Grenzen zwischen Land und Stadt immer mehr verschwinden“. Den Vorsitzenden Simon Hundschell und seine Vorgänger lobte der Gemeindechef als „pflichtbewusste Partner“.

Hundschell bedankte sich nicht nur bei seinen vielen Helfern und Planern, sondern auch bei den Anwohnern. Diese hätten kurz nach dem Volksfest schon wieder „einiges aushalten müssen“. So habe man bereits am Donnerstag mit einer gut besuchten Kabarett-Veranstaltung die Festivitäten gestartet, der eine Rocknacht und ein Weinfest folgten. Nach dem Gottesdienst ging es zurück ins Festzelt.

Albert Zimmerer

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