Liebt Kreuzworträtsel und die Treffen mit den „Grauen Panthern“: Jubilarin Erna Sixt (M.), hier mit (v. l.) Tochter Gaby Wandinger, 2. Bürgermeister Michael Feuerer, Enkel Alexander und Sohn Josef Sixt.
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Liebt Kreuzworträtsel und die Treffen mit den „Grauen Panthern“: Jubilarin Erna Sixt (M.), hier mit (v. l.) Tochter Gaby Wandinger, 2. Bürgermeister Michael Feuerer, Enkel Alexander und Sohn Josef Sixt.

90. Geburtstag

Ihren Schweinsbraten liebt der Sohn besonders

Isen – Gut gelaunt hat Erna Sixt aus Fahrnbach ihren 90. Geburtstag gefeiert. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich schon so alt bin“, sagte sie und schmunzelte.

Auch den Gratulanten fiel es schwer, in der agilen Seniorin eine 90-Jährige zu erkennen. Denn auch wenn ihr das Gehen schwer fällt, ist die Jubilarin so fit, dass sie ihren Haushalt noch größtenteils selbst erledigen kann.

Jeden Samstag kocht sie für ihren Sohn, der mit seiner Familie im Haus wohnt. „Besonders freuen wir uns, wenn es ihren Schweinsbraten gibt“, lobt Josef Sixt die Kochkünste seiner Mutter. Zur Tagesroutine der Seniorin gehören auch Zeitunglesen und Kreuzworträtseln. Ganze Stapel an Zeitschriften arbeitet sie wöchentlich durch. Weil alle in der Familie und der Bekanntschaft wissen, dass Erna Sixt gerne Rätsel löst, bekommt sie viele Zeitschriften geschenkt.

Geboren ist die Jubilarin als Ernestine Maurer in Fleck, nur wenige Kilometer von Fahrnbach entfernt. In Josef Sixt hat sie den Mann fürs Leben gefunden. Ihren nur ein Jahr älteren Ehemann kannte sie praktisch zeitlebens. „Wir sind miteinander in die Schule gegangen“, erzählt sie. Vor der Ehe hat sie bei Siemens in München und in der Küche des Schlacht- und Viehhofs an der Zenettistraße gearbeitet. Mit dem Bus ging es unter der Woche ab Mittbach zum Arbeitsplatz in der Landeshauptstadt.

„Damals war es einfacher, öffentlich nach München zu kommen als heute“, stellte 2. Bürgermeister Michael Feuerer fest, der die Glückwünsche der Gemeinde und einen Einkaufsgutschein für Isener Geschäfte überbrachte.

Nach der Hochzeit im Jahr 1961 half Sixt in der Landwirtschaft ihres Mannes mit und kümmerte sich um die fünf Kinder. Leider ist ihr Ehemann bereits 1989 verstorben, kurz danach hat Erna Sixt die Landwirtschaft aufgegeben. Langweilig ist es der Jubilarin, die immer gern unter Menschen ist, auch nach dem Wegzug der erwachsenen Kinder nicht geworden.

65 Jahre lang hat sie im Pemmeringer Kirchenchor gesungen. Auch an die Ausflüge mit den Landfrauen erinnert sie sich gerne. Inzwischen trifft sie sich – wenn es Corona erlaubt – einmal im Monat mit den „Grauen Panthern“, wie sich der Freundeskreis Gleichaltriger nennt. Zusammen mit der Familie, zu der inzwischen neben zehn Enkeln auch drei Urenkeln gehören, und den zwei Schwestern – Sixts Zwillingsbruder ist vor vier Jahren gestorben – wurde der runde Geburtstag gefeiert. „Immerhin wird man ja nur einmal 90“, sagte Erna Sixt. (Anne Huber)

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