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Für die Fahrnbacher Kinder setzte sich Robert Keilhacker (vorne, r.) ein. Er würde für sie sogar eine Bushaltestelle mit Wendemöglichkeit auf eigenem Grund errichten. Doch das ist nicht möglich, erklärte ihm Bürgermeister Siegfried Fischer. 

Bushaltestellen und Baugebiete

Isener Bürgermeister Fischers letzte Bürgerversammlung in Pemmering

Für Bürgermeister Siegfried Fischer war die Bürgerversammlung in Pemmering die letzte seiner Amtszeit. Thema waren Bushaltestellen für Schüler und eingestellte und neue Baugebiete.

PemmeringFür Bürgermeister Siegfried Fischer war die Bürgerversammlung im Gasthof Pointner in Pemmering die letzte seiner Amtszeit. Wie vorher in Isen verabschiedete er sich auf Bairisch: „Aus is’ und gar is’ und schad is’, dass’ wahr is’.“ Und wie in Isen wurde Fischer mit viel Applaus bedacht.

Fragen hatten die Bürger aus den südlichen Ortsteilen zu den Schulbuslinien. Robert Keilhacker aus Fahrnbach bot an, eine Wendemöglichkeit für den Bus auf eigenem Grund herzurichten, um den Fahrnbacher Kindern den Weg zur Haltestelle zu ersparen. „Eine neue Haltestelle ist derzeit nicht möglich“, bedauerte Fischer. Wegen der europaweiten Ausschreibung seien die Linien und Haltestellen vertraglich genau festgelegt.

Anliegen kann bei nächster Ausschreibung in Betracht gezogen werden

Ein Umweg sei auch deshalb nicht möglich, weil Anschlussbusse erreicht werden müssten. „Ich kann aus einem Schulbus keinen Stadtbus machen, der alle 300 Meter halten kann“, sagte Fischer. „Manchmal ist es im Außenbereich unerlässlich, die Kinder zum Schulbus zu fahren.“ Bei der nächsten Ausschreibung könne das Anliegen der Fahrnbacher allerdings in Betracht gezogen werden, versprach Fischer.

Er ging noch auf weitere Belange des südlichen Gemeindegebiets ein. Der Bebauungsplan Mittbach-Süd sei fertig, die Änderung des Flächennutzungsplans genehmigt. Derzeit werde die Architektenleistung für das Feuerwehrgerätehaus ausgeschrieben, vorgesehener Baubeginn sei 2021. An die Dorfgemeinschaft appellierte Fischer, die Feuerwehr beim Bau nicht hängen zu lassen.

Pemmering Süd-Ost eingestellt

Ob im Baugebiet ein Gehweg entlang der ED 20 realisiert werden könne, stehe noch nicht fest. Da der Gehweg durchgängig sein muss, seien noch Grundstücksverhandlungen nötig. Auch die Ableitung des Oberflächenwassers sei noch nicht geklärt.

Eingestellt worden sei das Baugebiet Pemmering Süd-Ost. „Seit 15 Jahren sind wir nicht zusammengekommen“, begründete Fischer den Beschluss des Marktgemeinderats. In Burgrain werde die Bebauung der alten Hofstelle Algasinger gerade entworfen. Vier Doppelhäuser und ein Dreispänner seien geplant. Da die vorgesehene Erschließung problematisch sei, habe die Kommune eine Nachbesserung gefordert. Abgelehnt werde die Bebauung des angrenzenden „Bot-Angers“. Der damit verbundene Bevölkerungszuwachs sei für den Ort nicht zu verkraften, sagte Fischer.

Breitbandausbau startet nächstes Jahr

Auch das schnelle Internet war Thema. Die geförderte Breitbandversorgung der so genannten weißen Flecken soll im nächsten Jahr starten, kündigte der Bürgermeister an. Die Verzögerung erklärte er mit „Mängeln bei der Ausschreibung“, von denen mehrere Kommunen betroffen gewesen seien. „Jetzt wurde die Ausschreibung auf einen früheren Stand zurückgesetzt“, sagte er. Gleichzeitig mit den unterversorgten Siedlungen und Gehöften im Außenbereich soll Burgrain schnelles Internet enthalten. Wie im Hauptort Isen wird die Deutsche Glasfaser den eigenwirtschaftlichen Ausbau übernehmen.

Die Anwesenheit von Landrat Martin Bayerstorfer nahm Fischer zum Anlass, die Kreisumlage kritisch zu hinterfragen. Der Landrat müsse aufpassen, „dass er nicht die Kuh schlachtet, die er melkt“, sagte der Bürgermeister zu den rund 3,4 Millionen Euro, die Isen 2020 an den Landkreis abführen muss. Statt die Kreisumlage zu erhöhen, schlug Fischer vor, durch eine Umlandabgabe den Flughafen zur Kasse zu bitten.

Für Bayerstorfer, der unter anderem auf die erfolgreiche Kreispolitik in Gesundheitswesen und Abfallwirtschaft einging, waren die Differenzen bei der Kreisumlage kein Grund, mit Lob zu sparen. Kommunalpolitik habe dafür zu sorgen, dass es den Menschen gut gehe. Das sei, wie der ausführliche Rechenschaftsbericht zeige, in Isen gelungen.

Anne Huber

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