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Schon jetzt vermisst wird Helga Millinger (vorne M.) von Bürgermeister Siegfried Fischer (l. daneben) und Kollegen.

Helga Millinger geht nach 27 Jahren in den Ruhestand

Die freundliche Stimme des Isener Rathauses verabschiedet sich

Fast drei Jahrzehnte lang war Helga Millinger die freundliche Stimme des Isener Rathauses.etzt wurde die „Vorzimmerdame“ von Bürgermeister Siegfried Fischer und ihren Kollegen in den Ruhestand verabschiedet.

Isen – Fast drei Jahrzehnte lang war Helga Millinger die freundliche Stimme des Isener Rathauses. Denn Millinger nahm nicht nur die Anrufe entgegen und leitete die Anrufer an die entsprechenden Mitarbeiter in Rathaus und Bauhof weiter. Sie gab auch kompetent und kenntnisreich Auskünfte, so dass sich nach dem Anruf oft ein weiteres Gespräch erledigt hatte. Jetzt wurde die „Vorzimmerdame“ von Bürgermeister Siegfried Fischer und ihren Kollegen in den Ruhestand verabschiedet.

Als sie vor fast 28 Jahren ihren Dienst im Isener Rathaus antrat, war die Verwaltung noch im alten Gebäude untergebracht und Millinger saß noch nicht im Vorzimmer. Assistentin der Geschäftsführung wurde sie, als Fischer Bürgermeister und Werner Christofori Verwaltungsleiter wurden. „Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Mehr als mit den meisten, vielleicht sogar als mit jedem anderen Menschen, den wir kennen“, sagte Fischer. „Ich kann jetzt schon sagen, du wirst mir fehlen“, verabschiedete er seine Sekretärin an deren letztem Arbeitstag in den Ruhestand.

Eine Rose für jedes Jahr

Einen Strauß mit 27 Rosen – für jedes Jahr eine – überreichte Geschäftsführerin Christine Pettinger. „Wenn es Ihnen langweilig wird, Sie wissen, wo wir sind, und wenn es Ihnen ganz langweilig wird, finden wir etwas für Sie“, sagte sie. Kollege Martin Baumgartner sprach für alle Mitarbeiter als er sagte: „Der Abschied fällt schwer.“ Millinger, der er immer mit einem gewissen Respekt begegnet sei, habe über ihn mit „weiblicher, aber strenger Hand gewacht“. Aussingen, in Kollegenkreisen als Spezialität Baumgartners bekannt, wollte er die Kollegin bei so viel Respekt nicht.

Gefragt, ob sie nicht oft der Prellbock für verärgerte Bürger gewesen sei, antwortete Millinger: „Die allermeisten Anrufer waren freundlich“. Sie habe sich noch keine Gedanken gemacht, wie sie ihren Ruhestand verbringen wolle, verriet Millinger. „Jetzt habe ich erst einmal Urlaub“, sagte die angehende Ruheständlerin, die von den vielen anerkennenden Worten sichtlich gerührt war. Millinger hatte ihre Kollegen zu Essen und Nachmittagskaffee eingeladen. Und so klang die Verabschiedung in geselliger Runde aus. 

Anne Huber

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