Nach mehrjähriger Entwicklungsphase wurde nun die Planung für das Baugebiet Ranischberg-Zieglstadl vorgelegt. Auf 2,3 Hektar bebaubarer Flächen sollen 160 neue Wohneinheiten entstehen.
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Im Baugebiet Ranischberg-Zieglstadl sollen 160 Wohneinheiten entstehen. Symbolbild.

„Wesentlicher Teil des Einheimischenbedarfs gedeckt“

Baugebiet Ranischberg-Zieglstadl: Isen wächst um 160 Wohneinheiten

Nach mehrjähriger Entwicklungsphase wurde nun die Planung für das Baugebiet Ranischberg-Zieglstadl vorgelegt. Auf 2,3 Hektar bebaubarer Flächen sollen 160 neue Wohneinheiten entstehen.

Isen – Nach mehrjähriger Entwicklungsphase wurde nun die Planung für das Baugebiet Ranischberg-Zieglstadl vorgelegt. Auf 2,3 Hektar bebaubarer Flächen sollen 160 neue Wohneinheiten entstehen. Neun Einzel- und elf Doppelhäuser, zwei Vierspänner und acht Mehrfamilienhäuser sollen am nordöstlichen Ortsrand von Isen gebaut werden.

Die vorläufige Planung haben Architekt Ulrich Reiser von architekt.ur Erding und Elisa Scheibl, Landschaftsarchitektin des Büros NRT in Marzling, dem Gemeinderat vorgestellt. Vor dem eigentlichen Start des Bauleitverfahrens werden die Anregungen der Räte in die Planung eingearbeitet. Der überarbeitete Plan wird ihnen dann zur Genehmigung vorgelegt.

Zentrale Tiefgarage für Neubaugebiet

Auf der südlichen Teilfläche entwickeln sich die Gebäude entlang der Steigung nach ihrer Höhe; der untere Hangbereich zur Berg- und Josefsbergstraße wurde nicht überplant. Hier sorgt eine Grüninsel für Abstand zur Bestandsbebauung.

Im nördlichen Bereich ist ein Großteil der Geschosswohnungsbauten vorgesehen, entlang der Straße wird es eine kleinteilige Bebauung geben. Ein zentraler Platz und ein Gebäude, das öffentlich genutzt werden soll, verbinden die beiden Flächen.

Die Stellplätze für alle Gebäude, außer für die Einzel- und Doppelhäuser, sind in einer zentralen Tiefgarage untergebracht. „Dadurch ist eine hohe Begrünung im Baugebiet möglich“, erläuterte Reiser. Auf die großzügigen Grünflächen wies auch Scheibl hin. Im südlichen Bereich sei auch das Thema Spielen angedacht, sagte sie.

Was passiert mit den Stellplätzen von Einzel- und Doppelhäusern?

Zu Details der Planung hatten die Gemeinderäte Anregungen. Lena Geiger (Grüne) schlug vor, auch die Stellplätze der Einzel- und Doppelhäuser in einer Tiefgarage unterzubringen. Einwände hatte Bauträger Markus Maier, der erklärte, dass sich die Eigentümer von Einzel- oder Doppelhäusern in der Regel die Garage am Haus wünschten. Er versprach aber, den Vorschlag zu prüfen.

Martin Angermaier (CSU) sprach sich bei den kleinen Gebäuden für eine flachere Dachneigung und einen höheren Kniestock aus, um die Dachgeschosse besser nutzen zu können. Seine Forderung nach ausreichender Straßenbreite sahen die Planer mit 5,5 Meter plus zwei Meter für Gehstreifen und Längsparkplätze als erfüllt an. Die Nebenstraßen seien 5,5 bis sechs Meter breit.

Aufenthaltsbereiche mit freier Sicht auf Isen

Für Michael Betz (FW) war es wichtig, den Blick auf Isen zu erhalten. Einen Aussichtspunkt mit Plattform und Bank wünschte sich Josef Schweiger (Mittbach-Liste). Dass man das klassische „Postkartenmotiv“ nicht mehr haben werde, stellte Bürgermeister Siegfried Fischer heraus. Blickachsen und Plattform sollen laut Planer jedoch punktuell für freie Sicht auf Isen sorgen. Die dezentralen Stiche schafften zudem Aufenthaltsbereiche.

Für eine zentrale Energieversorgung, in die eventuell auch der Altbestand an der Josefsbergstraße einbezogen werden könne, sprach sich Sebastian Schart (Mittbach-Liste) aus. Wie Fischer und der Bauträger erklärten, werde regenerative Energie im neuen Baugebiet ein große Rolle spielen. Ein ernsthafter Interessent aus dem Gemeindebereich sei vorhanden. Auch die solare Nutzung sei durch die Ausrichtung der Baukörper gegeben, erklärte dazu der Planer.

Kein neuer Kindergarten nötig

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Erschließung über die Ranischbergstraße. Eine Lösung für die Verkehrssituation beim Lagerhaus müsse mit dem Staatlichen Bauamt entwickelt werden, war man sich einig.

Sollte eine finanzielle Regelung möglich sein, könne damit der geplante Kindergarten im Baugebiet Südliche Haager Straße mitfinanziert werden, sagte Fischer zur sogenannten Nachfolgelastenregelung. Für das Baugebiet Ranischberg-Zieglstadl sei bei 160 Wohneinheiten kein Kindergarten nötig.

Mit dem Geschosswohnungsbau habe die Kommune der Forderung nach der Schaffung von Wohnraum Rechnung getragen. „Mit dem Baugebiet werden wir einen wesentlichen Teil des Einheimischenbedarfs decken können“, sagte Fischer in der Sitzung. Das neue Baugebiet sei ein Spagat aus energieeffizientem Bauen, Finanzierbarkeit und Flächensparen. Die Doppelhäuser seien beispielsweise dreigeschossig, damit die Bauwerber auch die Möglichkeit haben, eine Wohnung zu vermieten. 

Anne Huber

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