Trennung von Schmutz- und Niederschlagswasser

Kanalgebühren werden aufgeteilt

Durch eine Änderung der entsprechenden Beitrags- und Gebührensatzung hat der Markt Isen die Grundlage geschaffen, ab nächstem Jahr gesplittete Abwassergebühren zu erheben. Damit wird der Bürger künftig eine Gebühr für Schmutzwasser und eine für Niederschlagswasser bezahlen.

VON ANNE HUBER

Isen –Die Kosten für Schmutzwasser werden dabei über den Frischwasserverbrauch in Kubikmeter, die für Niederschlagswasser über die angeschlossene versiegelte Fläche in Quadratmeter veranschlagt. Hintergrund der getroffenen Neufassung der Satzung ist, dass die Rechtsprechung keinen Zusammenhang zwischen Frischwasserverbrauch und der Ablaufmenge von Niederschlagswasser sieht. Betroffen von der Neuregelung sind Kommunen, in denen die Kosten für die Niederschlagswasserbeseitigung mehr als zwölf Prozent der gebührenfähigen Gesamtkosten betragen. In Isen liege dieser Wert um rund 25 Prozent, teilte Sandra Steinkirchner, Leiterin der Finanzverwaltung, im Gemeinderat mit.

In einer ausführlichen Powerpoint-Präsentation stellte die Kämmerin den Räten die Grundlage der Kalkulation vor, die während der nächsten drei Jahre gelten soll. Ausschlaggebend bei der Kalkulation der neuen Gebühren sei, dass eine vollständige Kostendeckung erzielt werde. Ausgehend von einem Gebührenbedarf im Schmutzwasserbereich von maximal 483 000 Euro und minimal 467 000 Euro kommt Steinkirchner bei einer jährlichen Einleitungsmenge von 188 500 Kubikmeter auf eine mittlere Gebühr von 2,53 Euro. Bei der Niederschlagswasserbeseitigung geht die Verwaltung von einem durchschnittlichen Gebührenbedarf in Höhe von 235 000 Euro aus. Dadurch ergibt sich ein einer gebührenrelevanten Fläche von 374 000 Quadratmeter eine Einleitungsgebühr von 0,63 Euro pro Quadratmeter. Die bislang erhobenen Grundgebühren im Schmutzwasserbereich reduzieren sich um etwa einen Euro.

Profitieren von der neuen Regelung werden alle Bürger, die einen hohen Frischwasserverbrauch haben und im Vergleich dazu wenig Niederschlagswasser in den Kanal einleiten. „Wer ein kleines Haus im Neubaugebiet mit einer Zisterne hat, wird weniger bezahlen“, sagte Steinkirchner.

Bürgermeister Siegfried Fischer betonte, dass die Gebühr sich nicht groß verändern. Es würde sich lediglich der Verteilungsmaßstab verschieben werde.

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