Stolz auf die 9a und ihre Besten (vorne, v. l.) Blerta Kryeziu, Robert Wimmer und Michael Reis ist Klassenlehrerin Eva Nielazne (hinten).
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Stolz auf die 9a und ihre Besten (vorne, v. l.) Blerta Kryeziu, Robert Wimmer und Michael Reis ist Klassenlehrerin Eva Nielazne (hinten).

Abschlussfeier

„Optimismus trotz Corona“: Warme Worte für die Absolventen der Mittelschule Isen

Eine besondere Abschlussfeier für besondere Menschen - nach diesem Motto wurden die Absolventen der Mittelschule Isen gefeiert.

Isen – In Zeiten, in denen aus Vernunftgründen Abstand gehalten werden muss, ist die Schule Isen bei der Verabschiedung ihren Absolventen besonders nahe gekommen. Statt der üblichen Reden gab es am Freitag in der Turnhalle viele persönliche und herzliche Worte. Gefeiert wurde in zwei Durchgängen – nach Klassen getrennt. Schulleiter Michael Oberhofer versuchter, den Entlassschülern „Optimismus trotz Corona“ mitzugeben. „Schön, dass es euch gibt“, sagte der Rektor, der mit dem Mikrofon in der Hand die Mittelschüler auf ihren Plätzen persönlich ansprach.

Dass ihre 9a etwas ganz Besonderes ist, machte auch Klassenleiterin Eva Nielazne deutlich. Der Abschied von ihrer ersten Abschlussklasse, die sie zwei Jahre unterrichtet hatte, fiel der Oberpfälzerin schwer. Sie lobte den besonderen Zusammenhalt der Schüler und die gute Stimmung im Unterricht. Auch für die Jugendlichen der 9b gab es warme Worte.

Um den Jahrgang zu verabschieden, waren auch die Bürgermeister aus Isen, St. Wolfgang und Lengdorf, den Gemeinden des Schulverbands, gekommen. Vor gut 30 Jahren habe sie selbst das Abschlusszeugnis der damaligen Hauptschule Isen erhalten, sagte Isens Bürgermeisterin Irmgard Hibler. Nicht stehen bleiben, sondern sich weiterentwickeln und Freude am erlernten Beruf haben, riet sie den Absolventen. „Eigener Wille und ausgesprochener Fleiß führen zum Ziel“, so die Bürgermeisterin.

An die Eigenverantwortung der jungen Menschen, Charakterstärke und moralische Grundsätze appellierte Elternsprecherin Yvonne Meusel. „Tut alles, was ihr vorhabt, nur aus dem einzigen Grund, dass ihr es gerne habt“, sagte sie.

Ein Novum: Alle 36 Entlassschüler haben am Quali teilgenommen, 85 Prozent haben ihn geschafft. Verzichten mussten die Ehemaligen auf Gottesdienst und Tanz, der traditionell nach der offiziellen Feier in die privaten Schülerparty überleitet. Pfarrer Josef Kriechbaumer hatte die Feier dennoch mit einem kurzen Beitrag eröffnet.

Dass sie im Abschlusszeugnis eine Eins vor dem Komma stehen haben, darüber freuen sich gleich acht Absolventen. Schulbeste mit der Note 1,3 ist Blerta Kryeziu. Weil sie es „persönlich besser findet“, weiter zur Schule zu gehen, wird die bisherige Klassen- und Schülersprecherin nach den Ferien die 9+2-Klasse in Finsing besuchen.

Top in der 9b (vorne, v. l.): Hannah Voß, Alma Kicin, Markus Schmidt imd Regina Greithanner, hier mit Schulleiter Michael Oberhofer. Nicht auf dem Bild: Felicitas Mitter.

Mit der Note 1,4 hat Michael Reis, der wie Kryeziu aus Lengdorf stammt, den Quali abgelegt. Von seinen Lieblingsfächern Mathe und GSE (Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde) wird er vor allem Mathe in seinem Traumberuf Zimmerer gut brauchen können. Auch Robert Wimmer (1,5) aus Isen wird eine Ausbildung als Zimmerer machen. Erfahrungen konnte er bei Praktika bereits sammeln. Zupass kommt ihm auch, dass Mathe und Technik seine Favoriten im Unterricht waren.

Großes hat Alma Kicin (1,7) aus St. Wolfgang vor. Nach dem Mittleren Schulabschluss in Finsing will sie die FOS besuchen und studieren. Ob ihr Studium in Richtung ihrer aktuellen Lieblingsfächer Englisch und Wirtschaft gehen wird, kann sie noch nicht sagen. An der Schule hat sie die gute Klassengemeinschaft und die „tollen Lehrer“ besonders geschätzt.

Einen Ausbildungsplatz als Feinwerkmechaniker hat Markus Schmidt (1,7) aus Isen in der Tasche. Auch er nennt Mathe und Technik als seine Lieblingsfächer und hat im Schulpraktikum bereits Erfahrungen in seinem Ausbildungsbetrieb sammeln können. Hannah Voß (1,7) wird zunächst die 9+2-Klasse in Finsing besuchen. „Welche Ausbildung ich danach machen will, weiß ich noch nicht. Aber wahrscheinlich wird es in Richtung Büro gehen“, sagt die Isenerin, die besonders gut in Wirtschaft und PCB (Physik, Chemie, Biologie) war.

Gute Erinnerungen an die Schule wird sich Felicitas Mitter erhalten. War die Schule auch die Gelegenheit, mit den Freundinnen zusammen zu sein. Mit 1,8 hat die St. Wolfgangerin den Quali abgelegt. Ab Herbst wird sie die Berufsfachschule für Kinderpflege in Mühldorf besuchen. Ergotherapeutin möchte Regina Greithanner (1,9) aus Isen werden. Nach der M10 in Dorfen will sie eine Berufsfachschule besuchen.

Die Absolventen:

Klasse 9a:Selina Bohn, Blerta Kryeziu, Julia Meszner, Melissa Mustafa, Beyza Yaman, Efe Calis, Thomas Huber, Kenan Kicin, Jonas Meusel, Irfan-Leandro Mustafa, Thomas Neumaier, Michael Reis, Korbinian Stengel, Marvin Stenke, Robert Wimmer, Harun Yaman und Yusuf Yaman; Klassenleiterin Eva Nielazne.

Klasse 9b:Emily Albrecht, Maria Deißenböck, Celina Eiba, Verena Gerlmaier, Regina Greithanner, Laura Hübner, Leonie Karthe, Alma Kicin, Felicitas Mitter, Raphaela Nicolai, Anna Reithmayr, Hannah Voß, Johanna Wennrich, Raphael Buchmann, Jerome Jaekel, Benedikt Lanzl, Markus Schmid, Markus Schmidt und Valentin Wackerbauer; Klassenleiter: Udo Schillinger.

Anne Huber

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