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Michael Feuerer: Der 51-Jährige ist seit zwölfJahren im Marktrat. 

Michael Feuerer will Bürgermeister in Isen werden

Der zweite CSU-Kandidat soll’s in Isen richten

Der Vize folgt auf den Ortsvorsitzenden: Michael Feuerer wird CSU-Bürgermeisterkandidat in Isen. Dabei ist der Rückzug von Oliver Schmid gerade einmal ein paar Tage her.

Isen – Auf ein Neues: Nur wenige Tage nachdem Oliver Schmid aus privaten Gründen seine Bewerbung zurückgezogen hat (wir berichteten), steht der neue Bürgermeisterkandidat der Isener CSU fest: Michael Feuerer wird sich für das Amt bewerben. „Ich will es, und ich kann es“, sagt der 51-Jährige.

„Ich habe schon früher ernsthaft über eine Kandidatur nachgedacht“, sagt Feuerer. Dass er es nicht bereits vor sechs Jahren versucht habe, führt er in erster Linie auf familiäre Gründen zurück. Jetzt seien seine drei Töchter im Teeniealter und sein Jüngster sieben Jahre alt. Den Ausschlag habe tatsächlich erst der Rückzug des Ortsvorsitzenden Schmid gegeben.

Feuerer, der Schriftsetzer gelernt hat und als Selbstständiger Bücher und Zeitschriften gestaltet, sitzt seit fast zwölf Jahren im Gemeinderat. Der CSU hält er seit nahezu 20 Jahren die Treue, 2003 wurde er zum ersten Mal in den Vorstand gewählt. Nach fünf Jahren an der Spitze des Ortsverbands ist er seit 2011 wieder stellvertretender Vorsitzender.

Kommunalpolitische Erfahrung und gute Kontakte im Landkreis und darüber hinaus will Feuerer auch bei der Wahl in die Waagschale werfen. Die größte Herausforderung für den künftigen Bürgermeister, egal von welcher Partei er stamme, und den Gemeinderat sieht der CSU-Kandidat in der Schaffung von Wohnraum. „Wie viel Zuzug ist gesund für den Ort?“, sei die Frage, die sich aus der Diskrepanz zwischen Siedlungsdruck und gewolltem Wachstum ergebe.

Feuerer bewertet den Zuzug aus den Haushaltszahlen des Marktes Isen aber auch positiv. „Das meiste Geld kommt inzwischen aus unserem Anteil an der Einkommenssteuer“, sagt er. Vor allem Einheimischen soll das Bauen finanziell möglich sein und über Geschosswohnungsbau Wohnraum für Mieter geschaffen werden. Das Thema sozialer Wohnungsbau will er unter anderem mithilfe der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises in den Griff bekommen.

Beim Gewerbe setzt Feuerer verstärkt auf Dienstleistungsbetriebe. Die Voraussetzungen seien durch Glasfaserausbau optimal. Chancen sieht er dabei auch für den Außenbereich, wo immer mehr Anwesen leer stünden. Doch auch bei der Ortsentwicklung hat Feuerer die Ortsteile im Blick.

In Isen sieht er im Bereich der Münchner Straße durch den geplanten Ausbau der Staatsstraße die Möglichkeit zur grundlegenden Umgestaltung. Für die Bischof-Josef-Straße schwebt ihm eine Einbahnstraßenregelung vor, die Fußgängern, Radler und Autos eine sichere Verkehrsführung bieten könne.

Zudem müsse der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraßen dringend in Schwung gebracht und die Kanalsanierung fortgesetzt werden. Auch die Barrierefreiheit im Ort, zu der die örtliche CSU den Anstoß gegeben hat, ist ihm ein besonderes Anliegen.

Die Meinung, dass der Umbau des Schule zum Investitionsstopp führen könne, teilt Feuerer nicht. Bei der langfristigen Tilgung bleibe genug Handlungsspielraum.

Nach der Ungewissheit der letzten Tage ist Feuerer überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein. Eines will der leidenschaftliche Musiker, der seit 37 Jahren bei der Isener Blaskapelle aktiv ist, sollte er gewählt werden, weiterhin machen: Im Orchester die erste Klarinette spielen.

Anne Huber

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