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Rekordstamm: Betriebsleiter Heinz Utschig (l.) und Revierleiter Lothar Klöffer mit dem teuren Bergahorn.

Wertholzversteigerung

Isener Bergahorn bringt fast 15 000 Euro

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Auf der Wertholzsubmission in Waging am See werden seit 20 Jahren die besten Baumstämme der Region versteigert. Der teuerste kam aus Isen.

Waging/Isen Heuer wurden durch die Bayerischen Staatsforsten sowie private und kommunale Waldbesitzern aus Südostbayern 277 Stämme 21 verschiedener Baumarten mit insgesamt 310 Festmeter angeboten. Der teuerste Stamm kam aus dem Revier Isen, wie die Bayerischen Staatsforsten mitteilten.

Die diesjährige „Braut“ – so wird der teuerste Stamm einer Submission benannt – ist ein Bergahorn aus dem Revier Isen des Forstbetriebs Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten AöR. Er erzielte einen Rekordpreis: 7160 Euro pro Festmeter – ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter reiner Holzmasse – bot ein Furnierhersteller für das Erdstammstück mit einem mittleren Durchmesser von 55 Zentimetern und einer Länge von sieben Metern, heißt es in einer Pressemitteilung der Bayerischen Staatsforsten. Auch das Gebot für den zweiten Teil des Stammes ist mit 2832 Euro pro Festmeter bemerkenswert. Ebenso wurden noch zwei weitere Stammstücke versteigert. Bei einem verkauften Gesamtvolumen von 3,56 Festmeter erzielte der Bergahorn insgesamt 14 880 Euro und ist damit einer der wertvollsten Stämme, die seit Bestehen auf der Südostbayernsubmission versteigert worden ist. Dieser eine Baum entspricht damit dem Wert von 100 hiebreifen Fichten.

Äußerlich betrachtet ist der Stamm wenig ansprechend. Er ist zwar dick, aber auch krumm und hat einen Frostriss. Den wahren Wert erkennt der Betrachter erst, wenn die Holzstruktur genau betrachtet wird, heißt es in der Pressemitteilung. Der Grund ist die sogenannte Riegelung dieses Bergahorns. Der selten vorkommende wellenförmige Faserverlauf des Holzes zeigt beim Aufschneiden des Holzes ein besonderes Muster, das besonders für die Herstellung von Furnieren, aber auch für den Bau von Musikinstrumenten, wie der Geige, sehr begehrt ist. Der zuständige Revierleiter des Forstrevieres Isen, Lothar Klöffer, freut sich über das Rekordergebnis. Und auch der zweitteuerste Stamm kommt aus dem Revier Isen: eine Eiche mit 1111 Euro pro Festmeter. 

Wolfgang Krzizok 

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