Mit den Unterschriften besiegelt wurde die Versorgung der Schule mit Nahwärme durch die die Isener RegioNahWärme GmbH i. G. (v. l.): Geschäftsleiterin Christine Pettinger, Bürgermeisterin Irmgard Hibler, Gerhard Fruth, Markus Lohmaier und Andreas Strobl.
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Mit den Unterschriften besiegelt wurde die Versorgung der Schule mit Nahwärme durch die die Isener RegioNahWärme GmbH i. G. (v. l.): Geschäftsleiterin Christine Pettinger, Bürgermeisterin Irmgard Hibler, Gerhard Fruth, Markus Lohmaier und Andreas Strobl.

Vertragsunterzeichnung

Isener Nahwärme-Projekt startet

  • Henry Dinger
    VonHenry Dinger
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Der Vertrag zwischen Betreiber und Gemeinde ist nun in trockenen Tüchern. Nun kann es mit der Nahwärmeversorgung in Isen losgehen.

Isen – Isen bekommt ein eigenes Nahwärmenetz. In den vergangenen Monaten wurde das Projekt soweit vorangetrieben, dass nun der Vertrag zwischen Gemeinde und dem Betreiber, der Isener RegioNahWärme GmbH i. G., unterzeichnet werden konnte. Initialzündung war die Idee gewesen, die Schule im Zuge der Sanierung selbst mit umweltfreundlicher Energie zu beheizen.

Zunächst war eine Gasheizung geplant, erläuterte Geschäftsleiterin Christine Pettinger. Im Energie- und Umweltausschuss wurde dann jedoch entschieden, auf nachhaltige und CO2-neutrale Brennstoffe zu setzen. Dafür sollte ein Anbieter gefunden werden, der auch auf seinem Grundstück eine Heizzentrale errichtet und die Versorgungsleitungen verlegt. „Wir haben das Projekt europaweit ausgeschrieben. Das mussten wir aufgrund des hohen Auftragsvolumens der Schulsanierung“, erklärte Bürgermeisterin Irmgard Hibler. Beworben hatten sich zwei Anbieter, qualifiziert hat sich aber nur die Nahwärme-GmbH, die nun in Gründung ist. Der zweite Bieter, der nicht aus der Region kam, konnte entscheidende Anforderungen nicht erfüllen.

Hinter der Nahwärme-GmbH stecken Markus Lohmaier als Hackschnitzel-Erzeuger und Ideengeber, Andreas Strobl als Planer und Ingenieur sowie Gerhard Fruth. Auf seinem Grundstück am Ziegelstadl soll die Heizzentrale errichtet werden. Von dort aus beginnt ein gut isoliertes Leitungsnetz, das zunächst zur Schule gezogen wird und vorerst in die angrenzenden Straßen verzweigt werden soll. Dafür hat das junge Unternehmen bereits eine Bedarfsabfrage gestartet und Hausbesitzer in den Bereichen Bergstraße, Josefsbergstraße, Ziegelstätterstraße, Gmainweg, Am Anger, Am Haning bis zur Bischof-Josef-Straße angeschrieben und zu ihrer Bereitschaft für einen Anschluss befragt.

„Wenn wir wissen, wer dabei ist, können wir die Kosten genauer kalkulieren“, sagte Lohmaier. Angestrebt wird in jedem Fall, die Ausgaben für die Isener Nahwärme unter denen einer privaten Heizanlage zu halten. Für Nutzer habe das den Vorteil, dass die Wärme direkt ins Haus kommt, die Aufwendungen für Kesselwartung oder Kaminkehrer entfallen. Auch die Preisschwankungen für Erdgas oder Öl spielen keine Rolle mehr.

Das große Ziel ist es, in vielleicht zehn Jahren ganz Isen versorgen zu können, entsprechend wird auch die Heizzentrale dimensioniert. Sie verfügt über dezentrale Speicher, um auch Wärmespitzen abfangen zu können. „Im Erstausbau wird sie etwa 600 Kilowatt thermische Leistung bringen. Das lässt sich steigern, wenn mehr benötigt wird“, erklärte Strobl.

Das Isener Regional-Nahwärme-Netz soll ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen aus der Region befeuert werden. Das werden Hackschnitzel sein, die aus Holz aus der Landschaftspflege oder aus Käferholz hergestellt wird. „Es werden keine potenziellen Nahrungsmittel wie Mais genutzt und auch keine Bäume nur zur Energiegewinnung gefällt“, verspricht Lohmaier. Die Anlage soll ausschließlich mit Hackschnitzeln laufen, ein zweiter Kessel wird beispielsweise bei Wartungsarbeiten zugeschaltet. Eine zusätzlichen Gas- oder Öl-Notkessel soll es nicht geben.

Auch die Regionalität spielt eine wichtige Rolle. „Die Schnitzel werden aus einem Umkreis von maximal 50 Kilometern angeliefert“, erklärte Strobl. Jeder angeschlossene Haushalt könne so mit nachhaltiger, regionaler Energie zur Verbesserung seines CO2-Fußabdrucks und zum Klimaschutz beitragen. HENRY DINGER

Interessenten

können sich bei Markus Lohmaier melden, Tel. (01 73) 9 42 45 20, oder per E-Mail: nahwaerme.isen @gmail.com.

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