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„Die Heimatversprechen“: Dieses Werk von Geraldine Frisch haben die Bayerischen Staatsgemädesammlungen angekauft. 

künstlerin aus isen 

Die Faszination verlorener Orte

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Wo sich der Mensch zurückzieht, entstehen Freiräume – auch für Geraldine Frisch. Die Künstlerin aus Isen ist seit Jahren fasziniert von Lost Places – Verlorenen Orten. Sie fotografiert Industrieruinen so, dass oft nur abstrakte Flächen übrig bleiben. Erst auf den zweiten Blick ist Beton oder Glas zu erkennen. Solche Interpretationsräume eröffnet auch ihr Werk „Die Heimatversprechen“. Die Ankaufkommission der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen war überzeugt davon und erwarb die großformatige Fotoarbeit.

Isen/Ebersberg – Die drei Experten von der Kommission hatten „Die Heimatversprechen“ auf der Jahresausstellung des Kunstvereins Ebersberg entdeckt, die noch bis Sonntag, 9. April, läuft. Frisch ist 2. Vorsitzende des Vereins und eine von 37 Künstlern aus ganz Deutschland, deren Werke von einer unabhängigen Jury zur Ausstellung zugelassen wurden.

Die Ankaufkommission sei schon lange nicht mehr bei der Ausstellung gewesen, erzählt die Künstlerin und Architektin. Von acht Künstlern seien Werke angekauft worden. Das freut Frisch auch als Vertreterin des Vereins. Schließlich bleibe somit wie im Galeriebetrieb auch eine Provision in Ebersberg.

Frisch ist die einzige der örtlichen Künstler, von denen bei der Ausstellung etwas angekauft wurde – und sie ist ziemlich stolz darauf. „Das ist eine schöne Anerkennung. Ich bin gespannt, was jetzt passiert“, sagt die Isenerin. Diese Ehre ist ihr nun sogar zum zweiten Mal zuteil geworden. Bereits 2016 hatte die Kommission bei einer Ausstellung in Rosenheim ein Werk von ihr entdeckt und erworben. Was die Gemäldesammlung nun damit macht, in welchem Kontext die zwei Frischs gezeigt werden – die Isenerin weiß es nicht. Sie betreibt mit ihrem Mann Sebastian Kruppa ein Architekturbüro. Als Künstlerin beschäftigt sie sich auch mit abstrakter Malerei und Musik von Jazz bis experimentellem Elektropop.

„Die Heimatversprechen“ entstand in einer abbruchreifen Papierfabrik in Dachau. Ein Gebäude spiegelt sich im Wasser. So viel ist schnell zu erkennen. Den Rest will die Künstlerin dem Betrachter überlassen. Übermalt? Verfremdet? „Nein, das ist eine Fotografie“, sagt die Künstlerin. Mehr will sie nicht verraten – auch nicht über den Titel. „Die Heimatversprechen“ lässt Freiräume für Interpretationen.

Die Finissage

mit Künstlergespräch ist am Sonntag, 9. April, um 16 Uhr in der Galerie Alte Brennerei.

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