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Im Gespräch mit Parteifreunden: Landrat Martin Bayerstorfer (M.).

Bildungspolitik

Landrat sicher: Isen wird 9+2-Standort

Isen hat gute Chancen, dass an der Mittelschule das 9 + 2-Modell angesiedelt wird. Das hat Landrat Martin Bayerstorfer bekannt gegeben.

Isen – 9 + 2 ist ein neuer Weg zum mittleren Bildungsabschluss. Absolventen des Qualifizierenden Abschlusses (QA) können in zwei Jahren zur Mittleren Reife kommen. Der Landrat und CSU-Kreisvorsitzende nahm zur Schuldiskussion bei einem Kamingespräch der Isener CSU Stellung. „Wenn in Isen 18 Kinder zusammenkommen, dann gibt es im Herbst am Standort Isen ein 9 + 2-Modell“, versprach Bayerstorfer. Um „gleichwertige Bildungschancen“ im Landkreis sei es ihm und der Mehrheit der Kreistagsmitglieder gegangen, als relativ früh der mögliche Standort Isen genannt wurde. Denn es habe sich herauskristallisiert: „Wenn man das Problem mit dem bestehenden Bussystem lösen möchte, ohne Extravaganzen und Bescheißereien, kann es 9 + 2 nur in Isen geben.“

Dass es trotzdem nach der ersten Kreistagssitzung zum Thema, bei dem der Beschluss gefasst wurde, dass der Landkreis die Beförderungskosten als freiwillige Leistung übernimmt, zu „riesen Gezeter und riesen Gezerre“ im Gremium und der Presse gekommen sei, sah Bayerstorfer mit Unverständnis. Inzwischen hätten sich auch die Befürchtungen der Dorfener Mittelschule relativiert, dass 9 + 2 in Isen eine Gefährdung für den M-Zug in Dorfen bedeuten könne. „Wäre es so gewesen, hätten wir die Reißleine ziehen müssen“, sagte Bayerstorfer.

Der Landrat ging auch auf die Straßenausbaubeitragssatzung ein, bei der die Kommunen verpflichtet sind, sie umzusetzen. „Schlüssig wäre das System, wenn ich sagen könnte, Gemeinde, entscheide du“, positionierte sich Bayerstorfer. Der Landkreis werde seinen Kommunen zwei bis drei Jahre Zeit lassen, zu entscheiden, mit welchem Modell sie arbeiten wollen. „Danach wird keine Gemeinde darum herumkommen, außer sie hat eine überproportionale Finanzausstattung.“

Anne Huber

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