Meister des Minimalismus: Kabarettist Rolf Miller. Foto: az

Kabarett im Klement

Millers gestammelte Werke

Bei Rolf Millers Gastspiel im Isener Klement-Saal, seinem bisher dritten, wurde deutlich: Der Kabarettist bleibt sich auch mit seinem neuen Programm „Alles andere ist primär“ selber treu – und das Publikum bleibt ihm treu.

Isen – Die Bühnenausstattung mit Stuhl und Mikrofon ist wie gehabt minimalistisch, und die Geschichten drehen sich wieder um seine Freunde Achim und Jürgen. Seine Masche ist nach wie vor der unfertige Satz mit verquerem Inhalt und die kommt nach wie vor an. Da fordert Miller schon mal einen klaren Standpunkt, also ein „ja, nein oder weiß nicht“. In punkto Religionsfreiheit sei er schon immer für „eine klare Trennung von Kirche und Familie“, und er wisse sehr wohl Bescheid über die Komplexität des Islam, der sich in die Gruppen „Schiiten, Sunniten und Stalaktiten“ aufspalte.

Beim Thema Flüchtlinge halte er es mit Seehofer: „Ihr könnt gerne kommen, aber bleibt erst mal, wo ihr seid.“ Nachdem der Terror auch vor dem Fußball nicht haltmache, dürfe man sich nicht wundern, wenn „der Ribery im Strafraum explodiert“. Leider gäbe es immer wieder Leute, die „Wirklichkeit und Realität“ verwechselten, stellte Miller auf seine unnachahmliche Art fest und einige seien so dumm, „die sind noch gar nicht im Raum, hast schon Phantomschmerzen.“

Manche Kalauer kennt man schon aus früheren Programmen, aber man verzeiht es ihm gerne. So auch seine Wodka-Kur („In einem Monat verlierst Du zehn Tage“) oder seine Verklärung der 80er-Jahre („Wer sich noch erinnern kann, hat sie nicht erlebt“).

Die Zuschauer amüsieren sich jedenfalls köstlich und quittieren die kurzweiligen zwei Stunden mit viel Applaus. Albert Zimmerer

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