Gut gelaunte Jubilarin: Hella Meißner (M.) mit (v. l.) Tochter Martina, Pfarrer Josef Kriechbaumer und Isens Vizebürgermeisterin Eva Pfennig. Foto: anne Huber

Hella Meißner 85

In Mittbach eine neue Heimat gefunden

Mittbach – Gut gelaunt hat Hella Meißner ihre Geburtstagsgäste empfangen. Dass Pfarrer Josef Kriechbaumer ihr humorvoll zum 75. gratulierte, war weit mehr als eine Schmeichelei, denn ihre 85 Jahre merkt man der Jubilarin tatsächlich nicht an.

Möglicherweise ist ihre Offenheit für Neues und ihr Mut, sich Herausforderungen zu stellen, das Rezept für Meißners Agilität. Denn die hat sich die charmante Jubilarin, die im Leben immer ihre Frau gestanden hat, stets erhalten; ob im Beruf oder während der Krankheitszeit ihres verstorbenen Mannes.

Ursprünglich stammt Meißner aus Berlin, aufgewachsen ist sie in Wittstock, einer Kleinstadt zwischen Berlin und Hamburg. Kurz vor dem Mauerbau verließ sie zusammen mit Ehemann und Tochter Martina die DDR, um sich in Baden-Württemberg ein neues Leben aufzubauen.

Seit 13 Jahren lebt sie zusammen mit Tochter, Schwiegersohn und Enkelin in Mittbach. Zwar im Haus der Tochter, aber in einer eigenen Wohnung, die sie selbst versorgt. „Leider komme ich momentan nicht mehr so viel zum Malen“, verrät sie. Denn der Malerei, ob kleinformatig als Ostereier oder großformatig als Landschaftsbild und Blumenstillleben, gilt seit einem Oberschenkelhalsbruch, der ihr eine Zwangspause verordnet hatte, ihre Leidenschaft. Auch Vizebürgermeisterin Eva Pfennig und Pfarrer Kriechbaumer bewunderten die Eier, die sie in Sütterlin beschriftet oder mit Pflanzen, Landschaften und Tieren verziert. Zusammen mit Enkeltochter Alicia hat sie bereits einmal eine Ausstellung im Isener Rathaus gestaltet.

Durch ihr kulturelles Interesse ist sie auch häufig im Isener Rathaussaal zu Gast, wenn dort Ausstellungen oder Erzählabende stattfinden. Dass sie in Mittbach eine neue Heimat gefunden hat, bewiesen die zahlreichen Anrufe zu ihrem Geburtstag, von denen viele von Mittbacher Nachbarn kamen.  ahu

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