Ende gut, alles gut: Der Schattenmann (sitzend, Martina Nicolai) ist gefangen, es freuen sich (v. l.): Wanda Wolkenfrau (Steffi Wimmer), Siegfried Sandmann (Norbert Wiefahrn), Sebastian Sternputzer (Sylvia Drasch), Sonja Sonnenstrahl (Caro Drasch), Schnack (Rebecca Nicolai) und Schnick (Elke Lämmlein). Foto: Huber

Kinderstück des Theatervereins Isen 

Ein modernes Märchen zwischen Spannung und Poesie

Isen – Nach prächtigen Schlössern und bunter Unterwasserwelt in den vergangenen Jahren entführt der Theaterverein Isen heuer seine Zuschauer in die Galaxis. Mit dem Kinderstück „Sebastian Sternenputzer und der Sonnenstrahl“ von Christina Stenger zeigen die Isener Theatermacher wieder einmal, dass sie auch ein Händchen für moderne Märchen haben.

Sebastian Sternenputzer (Sylvia Drasch) tut nichts lieber als schlafen. Seit drei Nächten hat er darüber versäumt, die Sterne mit seinem „Sternensuperleuchtglanzreiniger“ zu polieren. Doch mit der Faulenzerei ist es vorbei, als Wanda Wolkenfrau (Steffi Wimmer) Sternenuhr und Schlüssel zur Tagwelt vermisst. Wenn diese dem Schattenmann in die Hände fallen, wird kein Sonnenstrahl mehr die Erde erreichen. Zusammen mit den Mondkobolden Schnick und Schnack (Elke Lämmlein und Rebecca Nicolai) und Sonnenstrahl (Caro Drasch) macht Sebastian sich daran, dem Schattenmann zuvor zu kommen.

Damit hat die Geschichte alle Zutaten, die es für ein gutes Kinderstück braucht. Sebastian wird ungewollt zum Helden. Ihm zur Seite steht der ebenso liebliche wie neugierige Sonnenstrahl. Gegenspieler ist der Schattenmann, dem Martina Nicolai den nötigen Gruselfaktor verleiht. Für Komik und Klamauk sind Schnick und Schnack verantwortlich. Sie necken gerne andere Leute und geraten außer Rand und Band, wenn man sie mit ihrem Namen anspricht. Schnick hat außerdem Probleme, die richtigen Begriffe zu finden, was zum Amüsement der Kinder führt. Dann gibt es noch den gestrengen Sandmann (Norbert Wiefarn) und Mondstraßenpolizist Michael Milchmann (Franz Drasch). Der möchte endlich eine richtige Verhaftung durchführen. Dass er das am Schluss tun kann, ist den zuschauenden Kindern zu verdanken. Die wecken nicht nur Sebastian mit einem galaktischen Weckruf, sondern unterstützen die Akteure mit Hinweisen. Dem Schattenmann freilich, dessen Aufgabe darin besteht, ein Stück vom Mond zu verdecken, verweigern sie die Hilfe.

Sibylle Brenninger, die beim Sternenputzer Regie führt, steht ein Team von erfahrenen und spielfreudigen Schauspielern zur Seite. Das Stück bewege sich zwischen Spannung und Poesie, ist sich Brenninger sicher. Sind für die Spannung die Schauspieler verantwortlich, trägt das Bühnenbild zum Zauber bei, den ein Märchenstück zur Weihnachtszeit braucht.

Hinter den Kulissen wirken mit: Sieglinde Drasch und Lucia Stolz (Kostüme), Martina Nicolai (Bühne), James und Edith Riedl (Ton) Marlene Angermaier (Maske), Linda Rehm (Souffleuse).   Anne Huber

Weitere Aufführungen

im Gasthaus Klement: Samstag, 3. Dezember, 14 Uhr, Sonntag, 4. Dezember, 14 Uhr und 16.30 Uhr.

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