Darf ich bitten? Seine Tanzkünste stellt Ringlstetter beim Lied „Königin der Gastwirtschaft“ unter Beweis, zu dem er Wirtin Dana Klement auf die Bühne holte. Foto: Zimmerer

Kabarett im Klement

Musikalisch anspruchsvolle Weltreise

Isen – Mit Luxus-Tourbus und Luxus-Begleitcombo legte Hannes Ringlstetter auch in Isen einen Stopp ein und brachte sein „geiles Publikum“ im Klement-Saal am Ende gar zum Kreischen.

Der medial omnipräsente Kabarettist und Schauspieler wagte eine musikalische Weltreise und zeigte dabei die ganze Palette seiner Ausdrucksformen. Für jeden scheint etwas dabei zu sein. Ob beim Bunga Bunga in Budapest, am Würstlstand in Wien, oder im coolen New York, immer ist die Musik auch den Ort perfekt charakterisierend. Ermöglicht wird der nie langweilige Sound von sechs Musikern der Extraklasse. Selbstverständlich schlüpft Ringlstetter in die verschiedensten Rollen, wobei sein Spanier mehr als eine Parodie ist und die weiblichen Fans dahinschmelzen lässt. Seine Tanzkünste stellt er beim Lied „Königin der Gastwirtschaft“ unter Beweis, zu dem er Wirtin Dana Klement auf die Bühne bittet.

Unnachahmlich ist seine Schlagfertigkeit beim Flirt mit dem Publikum. Als ein Zuschauer während einer Ansage auf die Toilette muss, wartet Ringlstetter tatsächlich so lange, bis dieser wieder im Saal ist. Beim Folsom Prison Blues von Johnny Cash zeigt er beeindruckende Gesangsqualitäten und lässt das Publikum in der „JVA Isen“ auf Kommando ausflippen. Überhaupt scheint dem Niederbayern Country-Musik besonders im Blut zu liegen.

Ohne Kalauer geht es natürlich nicht, ob mit „Amor, Amor, kaputt ist der Motor“ oder bei den „Liebesriten am Pimperlake“. Bei „Vollmond über Oberammergau“ dürfen die Zuschauer sogar wie Wölfe heulen. Aber auch seine nachdenkliche und selbstreflektierende Seite zeigt der 46-Jährige. So beim Lied Baggersee, an dem er vor einem „alles auffressenden Business und narzisstischem Karrieredenken“ Zuflucht sucht. Den Schlusspunkt setzt Ringlstetter mit dem umjubelten Heimatlied, einer Liebeserklärung an sein Niederbayern.

Albert Zimmerer

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