Breitbandausbau Isen

Nächster Schritt zum schnellen Internet

Die Isener haben sich an das Bild gewöhnt: An allen Ecken und Enden wird gebuddelt, um den Ort ans schnelle Breitbandnetz anzuschließen. Jetzt geht es weiter.

Isen – Im Hauptort wird schon seit einiger Zeit intensiv gegraben. Doch nicht nur innerorts und den Ortsteilen tut sich etwas: Auch im Außenbereich geht der Breitbandausbau jetzt in die nächste Runde.

Durch eine dritte Ausbaustufe sollen Außenbereichsortsteile, die nicht im Projektgebiet der zweiten Planungsphase liegen, über Glasfaserverbindungen mit schnellem Internet versorgt werden. Die Kommune hat deswegen einen Antrag gestellt, um in das Förderprogramm des Bundes aufgenommen zu werden.

Das aktuelle Breitbandförderprogramm deckt nicht nur 50 Prozent der Kosten, es sieht auch die Möglichkeit eines Leerrohrkonzeptes als Bestandteil des so genannten Masterplans vor. Bei künftigen Tiefbauarbeiten (Strom, Gas, Wasser, Kanal und Straßenvollausbau) soll geprüft werden, ob zeitgleich Leerrohre, durch die später das Glasfaserkabel laufen soll, verlegt werden können. Diese Forderung war in der Vergangenheit wiederholt an die Kommune herangetragen worden, konnte aber nicht verwirklicht werden, da nicht bekannt war, wo genau die Leerrohre letztlich benötigt werden.

Durch die Rahmenplanung, die vorsieht, das schnelle Internet so nah wie möglich zum Kunden zu bringen („Fibre To The Home“), ist der genaue Bedarf bekannt, die Kommune kann damit zielgerichtet tätig werden.

Um die 164 Häuser in den betroffenen Außenbereichsteilen zu erschließen, müssen rund 30 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Eine vorläufige Schätzung geht von 1,4 Millionen Euro Investitionskosten aus, wobei die Hälfte vom Bund übernommen wird. Nach Abzug der bayerischen Kofinanzierung in Höhe von 428 000 Euro und der Anrechnung eines Ausgaberests aus dem Förderprogramm des Freistaats, der sich auf 151 000 Euro beläuft, bleiben der Kommune Kosten in Höhe von 285 000 Euro.

Nach Auskunft der Telekom ist bis August im Hauptort Isen sowie den Ortsteilen Burgrain, Mittbach, Pemmering und Daxau mit der schnellen Internetverbindung zu rechnen. In einer zweiten Ausbauphase sollen Isen-Nord, Lichtenweg, Schnaupping, Berging, Mais und Steinspoint an das Breitbandnetz angeschlossen werden. Die dritte Ausbaustufe ist der letzte Baustein, um Isen für die digitale Zukunft vorzubereiten.

Anne Huber

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