+
Anni Lipfert veranstaltet seit langen das Isener Lichterfest. 

Lichterfest in Isen

Onlineshops sind keine Konkurrenz

Lichterfest und Leinenmarkt sind längst feste Bestandteile im Veranstaltungskalender des Marktes Isen. Jeweils im Sommer und der Vorweihnachtszeit laden die beiden Märkte Besucher aus Isen und der näheren und weiteren Umgebung zum Flanieren, Entdecken und Kaufen ein.

Isen – Veranstaltet werden die Kunsthandwerkermärkte von Anneli Lipfert. Im Interview erzählt sie, warum sich die Märkte beim Publikum ungebrochener Beliebtheit erfreuen, wie ihr Konzept aussieht und wie es weitergeht.

Frau Lipfert, wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf des Lichterfestes 2017?

Anneli Lipfert: Alles ist wunderbar gelaufen und auch das Wetter hat zur vorweihnachtlichen Stimmung beigetragen.

Kann man sagen, dass Ihre Veranstaltungen beim Publikum angekommen sind?

Lipfert: Beim auswärtigen Publikum auf jeden Fall, wenn man von der Menge der Besucher ausgeht. Es kommen aber auch sehr viele Isener zu den beiden Märkten, die mir immer wieder erzählen, wie sehr sie sich über die beiden Veranstaltungen freuen.

Warum glauben Sie, dass die Besucher die beiden Märkte schätzen?

Lipfert: Der Leinenmarkt begann ja ursprünglich als reiner Naturtextil-Markt in der Alten Spinnerei in Kolbermoor. Auf Anregung von Vizebürgermeisterin Eva Pfennig, die den Leinenmarkt vor über zehn Jahren nach Isen geholt hatte, wurde das Konzept um Kunsthandwerker erweitert, die aber ebenfalls mit Naturmaterialien arbeiten müssen. Nachdem immer mehr Katastrophenmeldungen über Umweltverschmutzung oder Lebensmittelskandale veröffentlicht werden, haben viele Menschen das Bedürfnis nach echten und gesunden Wohlfühlprodukten. Das Lichterfest ist auf Anregung von Wirtin Dana Klement ins Leben gerufen worden. Ich glaube, hier spricht die Mischung aus Kunst, Kunsthandwerk, Mode und Accessoires, traditionellen Arbeiten, weihnachtlichen Geschenkideen und Deko besonders an. Dazu kommt die Hochwertigkeit der angebotenen Arbeiten. Und von Anfang an an begeisterte beim Lichterfest die Stettner Musi aus Dorfen und beim Leinenmarkt die Familienmusik Schatz aus Allmannsau Besucher und Aussteller.

Also kommen nicht nur die Besucher gern, auch die Aussteller sind gern in Isen?

Lipfert: Wie ich an der langen Warteliste bei jeder Veranstaltung sehe, kommen auch die Aussteller sehr gerne immer wieder nach Isen. Vor allem aber auch sehr gerne zum Gasthof Klement. Hier fühlen sich alle nicht nur durch das wunderbare Ambiente des schönen historischen Saales, sondern auch durch die herzliche Aufnahme und Fürsorglichkeit durch Dana und Thomas Klement und das ganze Team sehr wohl.

Merken Sie als Aussteller die Konkurrenz im Internet, etwa durch den Onlineshop DaWanda?

Lipfert: Nein, überhaupt nicht, eher das Gegenteil. Ich glaube, dass wir vor allem die interessierten Besucher ansprechen, die das direkte Gespräch mit den Künstlern und Handwerkern schätzen und die sich darüber freuen, schöne Dinge, die ihnen gefallen, auch in die Hand nehmen zu können.

Soll sich etwas ändern oder bleiben Sie bei Ihrem Konzept?

Lipfert: Man soll ja nie nie sagen und eine Steigerung ist immer möglich. Durch die enge Zusammenarbeit mit Dana und Thomas Klement kommen immer wieder neue Ideen. Im Großen und Ganzen hat sich das Konzept aber bewährt.

Sie sind also vollauf zufrieden, oder gibt es etwas, was Sie sich für Ihre Märkte in Isen wünschen?

Lipfert: Na ja, eigentlich hatte ich mir von Anfang an gewünscht, dass sich mehr Künstler und Handwerker aus Isen und Umgebung an den beiden Veranstaltungen beteiligen. Das geplante Netzwerk hat sich, nach einer einmaligen Aktion vor zwei Jahren, leider nicht weiterentwickelt, was wirklich schade ist. Auch hätte ich mir gewünscht, dass, wie es in anderen Orten der Fall ist, beim Lichterfest auch in der Umgebung des Gasthofs Klement viele Lichter erstrahlen. Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben, vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr beim zehnten Lichterfest.

Interview: Anne Huber

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Der zunehmende Verkehr macht den Menschen Sorgen
Oberbürgermeister wies darauf hin, dass die Planung neuer Stellplätze noch nicht abgeschlossen sei. 
Der zunehmende Verkehr macht den Menschen Sorgen
Pflegeheim wird   Krätze nicht los
Im Pflegeheim Aloisium in Hohenpolding sind erneut Fälle der ansteckenden und stark juckenden Hautkrankheit Krätze aufgetreten. Dies bestätigte das Landratsamt am …
Pflegeheim wird   Krätze nicht los
Rewe an der Freisinger Straße schließt
Schlechte Nachrichten für Bewohner und Arbeitnehmer in der Innenstadt: Der Rewe-Markt an der Freisinger Straße schließt.
Rewe an der Freisinger Straße schließt
Zahl junger Komasäufer steigt
Die Zahl junger Menschen, die sich im Landkreis Erding bis zur Besinnungslosigkeit getrunken haben, ist zuletzt weiter angestiegen. 
Zahl junger Komasäufer steigt

Kommentare