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Schwer im Einsatz (v.l.): Julian, Andreas Götz von der mobilen Jugendhilfe, Michi, Luca, Deniz und Bekir.

Junger Renovierungstrupp im Meindl-Park

Die „Pavel-Crew“ packt an

Ungewöhnliche Geräusche sind derzeit im Meindl-Park zu hören: Die „Pavel-Crew“, eine Gruppe von Isener Jugendlichen, die sich regelmäßig am Pavillon trifft, hat Schleifmaschinen in Gang gesetzt, um ihren Treffpunkt auf Vordermann zu bringen.

Isen Vor allem im Sommer ist der Holzpavillon im Isener Meindl-Park für die 16- bis 18-Jährigen so etwas wie „eine zweite Heimat“, sagt Michi. Der Jugendliche gehört zu der Gruppe, die sich mit Andreas Götz von der mobilen Jugendpflege der Kommune zum Arbeiten trifft.

Über eine App stet Götz mit den rund zehn Jugendlichen der „Pavel-Crew“ in Verbindung. Zum Einsatz bringt er neben einigen Maschinen, die aus seinem Privatbesitz stammen, auch mal einen Kasten Limo mit. Mit rund 15 Stunden Arbeitszeit rechnen Michi und die anderen, bis die Schmierereien abgeschliffen und der Pavillon neu lackiert ist.

Doch die Jugendlichen wollen nicht nur den Pavillon in Ordnung bringen. Auch der Platz nahe an Kinderspielplatz, Kneippbecken und Teich soll besser in Schuss gehalten werden. „Dazu müsste der Papierkorb öfter geleert werden“, sagen sie. „Wenn der voll ist, schmeißt man halt den Abfall auf den Boden.“ Dabei sei es ihnen wichtig, dass es im „Pavel“ einigermaßen sauber ist: „Keiner fühlt sich im Dreck wohl.“

Doch längst nicht alles, was auf dem Boden liegt oder im Kneippbecken und Spielsand landet, stammt von ihnen. „Hier glühen viele bei den Schulabschlussfeiern oder beim Volksfest vor“, erzählen sie. Danach sei nicht nur der Platz vermüllt, auch Glasflaschen werden im Kneippbecken zerdeppert.

Götz weiß, dass sich Jugendliche zu diesen Zeiten gerne mit mitgebrachtem Schnaps „billigst die Kante geben“, bevor sie zum Feiern gehen. Die Lösung der Müllproblematik sei eine Rolle Müllsäcke, die künftig am Pavillon deponiert werden soll. Ist der Papierkorb voll, soll der Abfall im Müllsack gesammelt werden; ein Aschenbecher soll verhindern, dass Kippen im Spielsand landen.

Für Götz ist das Interesse der Jugendlichen an ihrem Treffpunkt schon die halbe Miete. „Wer selbst etwas gestaltet, macht weniger kaputt. Und wer stundenlang geschliffen hat, der sagt schon mal: Wenn ihr den Pavel noch mal anschmiert, dann gibt’s Ärger“, ist er überzeugt.

Zu Götz’ Aufgaben gehört auch, mögliche Konflikte zwischen Jugendlichen und Anwohnern zu entschärfen. Denn die sind von den regelmäßigen Treffen weniger begeistert. Keine Chancen sieht Götz für den Wunsch der Pavel-Crew nach einer Feuerstelle. „Das ist ein schwieriges Thema, das wird nicht klappen“, sagt er.

Auch wenn es mit einer Grillstelle nichts wird, für Bekir, Deniz, Julian Luca, Michi und die anderen bleibt der Pavillon Treffpunkt. „Man weiß, man trifft hier immer jemand zum Reden, Trinken oder auf eine Kippe“, erzählt Luca. Auf die Frage, was wird, wenn sie den Führerschein besitzen, geben die Jugendlichen eine klare Antwort. „Wir sitzen mit 20 und 21 auch noch hier. Zumindest im Sommer.“

Anne Huber

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