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Hohe Qualität als Konzertkapelle: die Blaskapelle Isen unter der Leitung von Regina Gaigl. 

Blaskapelle Isen

„Richtig guad gmacht“

Ein krönender Abschluss ihres Festjahres zum 60-jährigen Bestehen gelang der Isener Blaskapelle mit einem Bayerischen Abend. Die zwei Vorstellungen im Klement-Saal waren mit jeweils 350 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkauft.

VON ALBERT ZIMMERER

Isen – Nachdem zwei Jubiläums-Veranstaltungen dem Regen zum Opfer fielen, passte diesmal alles. Die Stimmung vor und auf der Bühne war geradezu überschwänglich. Den Mitwirkenden sah man den Spaß am Spielen an und der Zusammenhalt innerhalb der Kapelle wurde hörbar. Wie 2014 und 2016 bewiesen die Organisatoren um Regina Kellner und Regina Gaigl wieder ein glückliches Händchen mit der Programmgestaltung. Das Konzept mit drei Bühnen und mehreren Ensembles sorgte für nahtlose Übergänge und eröffnete den jungen Musikanten den nötigen Raum, um ihre Vielfalt aufblühen zu lassen.

So durften sich die einzelnen Register mit jeweils eigenen Stücken auf den beiden Nebenbühnen beweisen, ob als derbes Blechquintett, flottes Holzquintett, filigranes Flötenquartett oder zünftige Altbayerische Kapelle. Das „Böhmische“ Ensemble startete schwungvoll mit der Polka „Nechod k nam“ von Josef Konecny, übersetzt „Es ist schön, bei euch zu sein“. Noten und Text waren im Programm abgedruckt und luden die Zuschauer zum Mitsingen ein, ebenso beim Stück „Böhmischer Traum“ von Norbert Gälle.

Auf der Hauptbühne zeigte die Blaskapelle unter der Leitung von Regina Gaigl ihre hohe Qualität als Konzertkapelle, vor allem beim Stück „Auf einem persischen Markt“. Höhepunkt des zweiten Teils war die Valentinade „Das Clownsduett“. Hier stellten Regina Kellner und Leni Fichtner einmal mehr ihr komödiantisches Talent unter Beweis. Das Duett mit den Okarinas gelang dabei erst nach diversen Hürden.

Schmunzeln durfte man auch beim Handy-Song, den Sebastian Schart mit einem Augenzwinkern vortrug, ebenso wie bei den „Isener Dirndln“. Helena und Sarah Fichtner sowie Tanja Lechner und Maria Gfüllner überzeugten mit „Bayernland“ auch gesanglich.

Durch das Programm führten Gerti Jell und Franz Windshuber mit Witz und Charme. Als kleines Dankeschön wurde zum Abschluss den beiden Reginas, Kellner und Gaigl, jeweils ein originelles T-Shirt überreicht. Der Spruch darauf lautete „Extra Bavariam non est vita, et si est vita, non est ita“ und wird dem Vater der bayerischen Geschichtsschreibung Aventinus zugeschrieben. Prompt wusste jemand aus dem Publikum die Übersetzung „Außerhalb von Bayern gibt’s kein Leben. Und wenn doch, dann kein solches.“

Nach dem gemeinsam gesungenen „Kein schöner Land“ traten die Konzertbesucher gut gelaunt den Heimweg an. Ein Besucher sprach mit seinem Lob sicher allen aus dem Herzen: „Richtig guad gmacht!“

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