+
Der neue Erdinger Kreisvorstand des Landesverbandes für Vogelschutz (LBV) hat bei einem Vorstandstreffen die Mustervogelfutterstelle des Landesverbands bei der Hubertuskapelle in der Nähe von Isen besichtigt. (v. l.) Wolfgang Behn (Kassier), Sascha Alexander (Vorsitzender), Uschi Schmidt-Hoensdorf (Jugendbeauftragte), Christian Kainz (2. stellvertretender Vors itzender), Sabine Meyer (1. stellvertretende Vorsitzende) und Brigitte Blume (Schriftführerin).

LBV Erding

Richtiges Vogelfüttern will gelernt sein

Die Minusgrade der vergangenen Wochen lassen Vogelfreunde vermehrt zu den Vogelfuttermischungen greifen, die neben Frostschutzprodukten für Pkw und diversen Schneeschaufeln in großer Auswahl in den Supermarktregalen liegen.

Isen – Doch wer jetzt erst mit dem Füttern beginnt, braucht ein wenig Glück, damit er auch tatsächlich Vögel an seiner Futterstelle beobachten kann.

Wie man richtig füttert, wissen die Experten des Landesverbandes für Vogelschutz (LBV). Wichtig sei es, so dessen Erdinger Vorsitzender Sascha Alexander, rechtzeitig im Herbst mit dem Anfüttern zu beginnen. Dabei sollten die Futtersäulen und Vogelhäuser im entsprechenden Abstand zu Büschen und Bäumen aufgehängt werden, damit ein freier Anflug gewährleistet ist. Da Vogelhäuser die Gefahr bergen, dass das Futter durch Kot verunreinigt wird, empfiehlt Alexander Futtersäulen. „Wer lieber Vogelhäuschen verwendet, muss sie alle zwei bis drei Tage mit heißem Wasser reinigen“, sagt er. Um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Wildvögel zu befriedigen – so sind Rotkehlchen und Amseln Weichfutterfresser, während sich Fink und Dompfaff von Körnern ernährt – sollte auch am Boden fettes Futter ausgebracht werden.

Vorsichtig bewertet der Kreisvorsitzende die Einschätzung vieler Vogelfreunde, dass in diesem Winter weniger Vögel zu sehen seien als in den Vorjahren. „Das kann damit zusammenhängen, dass auch Allerweltsvögel wie die Meise bei uns Wintergäste sind und mehr als in den Vorjahren aus Nordosteuropa in den Süden gezogen sind“, sagt er.

Um sichere Aussagen über Bestandsveränderungen zu machen, setzt er auf das so genannte Brutvogelmonitoring, an dem er sich jährlich beteiligt. In nahezu 550 Probeflächen werden jährlich im Frühjahr bayernweit dabei Daten erhoben. Neben der Winterfütterung plädieren die Kreisvorstände für möglichst viele natürliche Nahrungskomponenten. „Am besten ist es, im Garten die Samenstände der Stauden stehen zu lassen und ein paar Äpfel in den Bäumen hängen zu lassen“, sagt Alexander.

„Vögel brauchen auch etwas Natürliches“, sagt auch Brigitte Blume, die als Schriftführerin im Kreisvorstand tätig ist. „Ideal sind Hundsrosen als Heckenpflanzen“, plädiert sie deswegen für naturnahe Gärten.

Weitere Informationen

zur Kreisgruppe des LBV Erding gibt es im Internet unter www.erding.lbv.de.

Anne Huber

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Patienten-Plus als Lebensversicherung
Um 8,2 Prozent soll heuer die Zahl der stationären Patienten im Klinikum ansteigen. Dieses Wachstum ist die Basis für den Wirtschaftsplan – und ein möglichst kleines …
Patienten-Plus als Lebensversicherung
Gehirnerschütterung nach Überschlag
Mit einer Gehirnerschütterung und  Verletzungen an der Halswirbelsäule kam eine Autofahrerin ins Krankenhaus. Sie hatte auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über ihren …
Gehirnerschütterung nach Überschlag
Straßen und Wege werden saniert
50 000 Euro sind im Haushalt 2018 der Gemeinde Hohenpolding für Straßensanierungen pauschal vorgesehen. Der Gemeinderat hat jetzt eine Prioritätenliste erstellt.
Straßen und Wege werden saniert
Stopp-Schild missachtet: Unfall
Prellungen am ganzen Körper erlitten hat die Fahrerin eines  Smart bei einem Unfall am Sonntagmittag bei Kirchasch.
Stopp-Schild missachtet: Unfall

Kommentare