Bebauungsplan Pemmering Südost

Ring statt Wendehammer

Beim Bebauungsplan Pemmering Südost ist der Markt Isen ein gutes Stück weiter gekommen. Eine Ringerschließung ist jetzt möglich.

Isen – Nachdem inzwischen ein weiterer Grundstückseigentümer im Boot ist, konnte der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München den ursprünglichen Bebauungsvorschlag optimieren.

Zwei Vorentwürfe standen dabei zur Disposition. Im von der Kommune favorisierten Vorentwurf (Tektur 8) ist jetzt eine Ringerschließung des westlichen Baugebiets vorgesehen.

Vorteile sieht die Gemeinde vor allem bei der Müllentsorgung, die ansonsten im von den Grundeigentümern bevorzugten Alternativentwurf (Tektur 9) über eine 100 Meter lange Stichstraße und einen 18 Meter breiten Wendeplatz hätte erfolgen müssen. Gegen diese Planung spreche, dass vom Landratsamt mittlerweile Durchmesser von 22 Metern für Wendeplätze gefordert werden, damit auch dreiachsige Müllfahrzeuge umkehren können. Außerdem können durch die Ringstraße die hinteren Grundstücke besser von Rettungsfahrzeugen erreicht werden.

Ein weiterer Pluspunkt gegenüber dem Alternativentwurf, der eine Verlängerung des Umgriffs in Ost-West-Richtung vorsieht, sei die Verbreiterung des Umgriffs in Nord-Süd-Richtung, die das Baugebiet kompakter zusammenfasse. „Das deckt sich nicht ganz mit den Vorstellungen der Eigentümer, aber wir müssen auf unsere Belange aufpassen“, sagte Bürgermeister Siegfried Fischer. Auch Gemeinderat Martin Angermaier (CSU) beurteilte die Planung einer Ringstraße positiv. „Ein Wendehammer ist immer eine Mausfalle“, sagte der Kreisbrandinspektor.

Bereits im Jahr 2011 hat der Planungsverband den ersten Entwurf für ein Baugebiet in Pemmering Südost vorgelegt. Mit dem Beschluss, die achte Tektur des Vorentwurfs als Grundlage für die weitere Planung zu verwenden, sei der „Durchbruch gelungen“, sagte Fischer.

Das vorgesehene Baugebiet befindet sich zwischen Hauptstraße (St 2086) und Lindenstraße. Der aktuelle Entwurf sieht eine Bebauung mit 13 Doppelhäusern und 17 Einfamilienhäusern vor.

Anne Huber

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