Angst vor weiteren Anschlägen: Tiertrainerin Eve Schwender mit Terrierhündin Lala, die sich an auf dem Trainingsplatz verstreuten Glasscherben verletzt hat.
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Angst vor weiteren Anschlägen: Tiertrainerin Eve Schwender mit Terrierhündin Lala, die sich an auf dem Trainingsplatz verstreuten Glasscherben verletzt hat.

1000 Euro Belohnung

Scherben auf Isener Trainingsplatz: Filmhündin Lala verletzt

Tiertrainerin Eve Schwender macht sich Sorgen um ihre Hündin Lala. Der kecke Terrier aus „Dahoam is Dahoam“ hat sich an Glasscherben verletzt. Schwender hat nun 1000 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise, wer die Scherben auf ihrem Trainingsplatz hinterlassen hat.

Isen – Bevor Tiertrainerin Eve Schwender ihre Hunde auf den Trainingsplatz vor ihrem Haus lässt, schaut sie inzwischen ganz besonders genau nach, ob etwas im Gras liegt, woran sich die Tiere verletzen könnten. Denn bereits zwei Mal waren die Zäune von Schwenders Trainingsplatz und Pferdekoppel in Hofreit bei Isen an mehreren Stellen aufgeschnitten, und auch Nägel hat sie schon auf der Wiese gefunden. Am letzten Freitag kam es zum ersten Mal zur Verletzung eines Tieres: Schwenders vierjährige Terrierhündin Lala trat in die Scherben, die ein Unbekannter auf den Trainingsplatz geworfen hat. Der kecke Parson Terrier dürfte vielen Zuschauern der BR-Serie „Dahoam is Dahoam“ bekannt sein: als Bruni, dem Hund des ehemaligen Lansinger Bürgermeisters.

Die Polizei hatte schon um Hinweise gebeten (wir berichteten), Jetzt bietet Schwender 1000 Euro Belohnung, um den Schuldigen zu fassen.

Seit über 30 Jahren wohnt die Tiertrainerin auf dem ehemaligen Bauernhof. Seit vielen Jahren betreibt sie dort eine Hundeschule, daneben ist sie als vielgefragte Tiertrainerin bei Fernseh- und Filmproduktionen tätig. Auf den Hof über dem Isental kommen aber auch Kinder, mit denen sie an deren übermäßiger Angst vor Hunden arbeitet, und sie besucht mit ihren Therapiehunden in sozialen Einrichtungen, Kindergärten und Schulen.

„Ich weiß nicht, ob das alles gegen mich oder gegen die Hunde gerichtet ist, ob sich vielleicht jemand an dem Gebell während der wenigen Kurse, die ich zur Zeit abhalte, stört“, sagt Schwender. Seit dem jüngsten Vorfall ist sie am Überlegen, was sie tun kann, um zu verhindern, dass sich Kinder oder weitere Tiere verletzen.

Denn Schwender therapiert nicht nur Hundephobien bei Kindern, sie hat auch vier Enkel, die bei ihren Besuchen barfuß durchs Gras laufen. Dass sie die Polizei eingeschaltet hat, brachte bisher wenig: Die Anzeigen gegen Unbekannt wurden eingestellt. Beim jüngsten Fall wird die Polizei allerdings die Scherben auf DNA-Spuren untersuchen. „Aber wer fasst schon Glasscherben mit bloßen Händen an“, sagt Schwender.

Deswegen möchte sie es mit einer Belohnung versuchen: 1000 Euro setzt sie für Hinweise aus, die zur Überführung des Täters führen. Die Kamera, die sie seit dem letzten Vorfall installiert hat, um den Trainingsplatz zu überwachen, hatte jedoch einen technischen Defekt. „Ich werde aber versuchen, die Aufnahmen auswerten zu lassen“, sagt sie. Videoüberwachung will sie künftig an gleich mehreren Stellen des Grundstücks anbringen.

Terrierhündin Lala geht es inzwischen wieder besser. Damit nicht noch Schlimmeres passiert, hat Schwender auch einem Bericht in der Heimatzeitung zugestimmt. „In der Hoffnung, damit das ungute Gefühl loszuwerden, dass wieder etwas passieren könnte“, sagt sie. Und damit sie weiter ihre Arbeit mit Kindern und Tieren machen kann.

Anne Huber

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