Langjährige CSU-Mitglieder geehrt (v. l.): Helmut Deuschl, Leonhard Hobmaier, Sebastian Enninger, Ludwig Vitzthum, Anton Böld, Sebastian Oberpriller, Kornelia Angermaier, Anton Seilbeck, Leonhard Rumpfinger, Oliver Schmid und Martin Nußrainer. Foto: Huber

CSU Isen

Schmid will Partei politischer machen

Oliver Schmid ist neuer Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes in Isen. Der frisch gewählte CSU-Chef, der Kornelia Angermaier ablöst, will erreichen, dass der Ortsverband künftig verstärkt in der Kommunalpolitik mitmischt.

Isen – Der Rücktritt Angermaiers als erste Vorsitzende kam nicht unerwartet: Die Gemeinderätin und Ex-Vorsitzende begründete ihren Schritt mit „eingeschränkter Mobilität“. Angermaier, die um ihre chronische Krankheit nie ein Hehl gemacht hat, wird weiter als zweite Vorsitzende des mitgliederstarken Ortsverbandes fungieren. „Wo stehen wir, was können wir, wo wollen wir in Zukunft sein“, waren die zentralen Fragen, die Schmid, der in Vertretung Angermaiers den Rechenschaftsbericht hielt, bei der Jahreshauptversammlung stellte. Auf die letzte Frage hatte er eine deutliche Antwort: „Wir sind die stärkste Kraft in Bayern, wir sind die stärkste Kraft im Landkreis, vielleicht gelingt es uns, wieder stärkste Kraft in Isen zu sein“. Erreichen will Schmid das durch eine klare Positionierung des Ortsvereins bei kommunalpolitischen Themen. „Wir wollen uns verstärkt mit Zukunftsthemen auseinandersetzen“, sagte er.

Dazu gehöre die Verkehrsentwicklung, die Sicherung der Daseinsvorsorge, Betreuungsangebote für Kinder und die Unterstützung von Bürgeranliegen. Einen ersten Vorstoß hätten die CSU-Marktgemeinderäte bereits mit einem Initiativantrag für mehr Barrierefreiheit gemacht. Zwar seien allein aufgrund der Finanzkraft der Kommune keine „großen Sprünge“ zu erwarten, „kleine Hüpfer“ seien aber beispielsweise beim Städtebau durchaus realistisch. „Oft geht es um die Verbesserung von Kleinigkeiten“,sagte er.

Schmid, der auch auf die Struktur des Ortsverbandes einging, der mit seinen 106 Mitgliedern zu den größten im Landkreis gehört, bescheinigte der Isener CSU einen „gesunde“ Altersstruktur. „Wir sind kein Altherrenverein“, urteilte er. Daneben sei es ein Alleinstellungsmerkmal in der örtlichen Parteienlandschaft, dass die Mitglieder des CSU- Ortsverbandes aus allen Ortsteilen kommen.

Gastredner Max Gotz legte den Fokus seiner Ausführungen auf die Entwicklung Erdings und des Landkreises. „Wachstum ja, aber es muss beherrschbar sein“, sagte der Erdinger Oberbürgermeister zum prognostiziertem Bevölkerungszuwachs, nach dem die Kreisstadt 2032 weit über 40 000 Einwohner haben werde. Auch an Isen würden diese Veränderungen nicht vorbeigehen. Umso wichtiger sei es für die lokale CSU, „das Heft in die Hand zu nehmen“ und deutlich zu machen, wo will man hin“. „Das größte Problem, das wir momentan im Landkreis haben“, sah Gotz in der Forderung nach ökologischen Ausgleichsflächen für Eingriffe durch neue Baugebiete und Verkehrsinfrastruktur. Würden Ausgleichsflächen nicht „auf ein Normalmaß reduziert“, werde es im Landkreis für die Landwirtschaft im Landkreis „verdammt dünn“, sagte er. Der Dank des Erdinger Oberbürgermeisters und stellvertretenden CSU-Kreisvorsitzenden galt der scheidenden Vorsitzenden. Er habe großen Respekt vor ihrem Schritt, der ihr mit Sicherheit nicht leicht gefallen sei, sagte Gotz.

Den Abschluss der Ortshauptversammlung bildeten die Ehrungen langjähriger Mitglieder: Anton Böld, Sebastian Enninger und Sebastian Oberpriller wurden für 55 Jahre Mitgliedschaft geehrt; seit 45 Jahren halten Helmut Deuschl und Peter-Michael Werner der CSU die Treue; seit 40 Jahren sind Marianne Hacker, Leonhard Hobmaier, Josef Lanzl, Martin Nußrainer, Engelbert Perzl, Josef Posch, Ute Reger, Georg Scherer, Anton Seilbeck, Ludwig Vitzthum, und Martin Wieser dabei. Vor 30 Jahren traten Leonhard Rumpfinger und Zeno Kern der Partei bei und vor 20 Jahren Kornelia Angermaier und Oliver Schmid.

Delegierte für die besondere Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl sind: Erhard Aicher, Kornelia Angermaier, Martin Angermaier, Claudia Ellmann, Michael Feuerer, Martin Kürzeder, Valentina Neef, Florian Nußrainer, Franz Nußrainer, Alexander Prinzhorn und Oliver Schmid. Ersatzdelegierte: Franz Banke, Heinz Bieck, Michael Enninger, Stefan Pointner, Albert Rappold Bernhard Stangl, Franz Stangl und Josef Wolfsbauer.

Anne Huber

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