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Unter neuer Führung geht es bei der AWO Isen weit er. Bürgermeister Siegfried Fischer (l.) gratulierte den neuen Vorstandsmitgliedern (v. l.) Arno Seiler, Gini Bittner, Lydia Brosow (Vorsitzende), Anneliese Fanger und Wilhelm Busch zu ihren Ehrenämtern.

Arbeiterwohlfahrt

Sozialverein ist gerettet

Mit der Isener Arbeiterwohlfahrt (AWO) geht es weiter. Nachdem lange Zeit die Auflösung des Ortsvereins im Gespräch war, wird ein neuer Vorstand weitermachen.

Von Anne Huber

Isen – In der jüngsten Sitzung ging eine Ära zu Ende: Ein Vierteljahrhundert hat Johanna Beintvogel den Ortsverein des Sozialverbands geführt. Zusammen mit ihren Vorstandsmitgliedern Ida Kain, Heidi Hillinger und Petra Forstmaier machte sie den Weg für eine neue Riege frei. „Der alte Vorstand hört zwar geschlossen auf, es ist aber kein Rücktritt“, stellte Bürgermeister Siegfried Fischer heraus. Vielmehr wolle man es den neuen Vorstandsmitgliedern ermöglichen, zusammen anzufangen.

Weil der Bürgermeister bereits im Vorfeld mögliche Vorstände gesucht und gefunden hatte, ging die Wahl schnell. Die rund 20 anwesenden Mitglieder votierten für Lydia Brosow als neue Vorsitzende. Unterstützt wird sie von Anneliese Fanger (Vizevorsitzende und Schriftführerin), Wilhelm Busch (Kasse) sowie den Kassenprüfern Gini Bittner und Arno Seiler. Bis auf Busch, der seit dem Herbst 2017 in Isen lebt und früher ein Landgasthaus geführt hat, besteht der Vorstand damit aus bekannten Gesichtern. Fanger ist auch Vorsitzende des Festchors Isen-Lengdorf, Brosow hat erfolgreich den letzten Busausflug organisiert.

Bürgermeister lobt Ortsverein

„Richtig froh“, dass es mit dem Ortsverein weitergeht, war Bürgermeister Fischer, wie er sagte. Schließlich gebe es noch viel zu tun. Groß geworden sei die AWO als einer der wichtigsten Wohlfahrtsverbände durch die Arbeit seiner Ortsvereine, betonte Fischer die große Bedeutung der örtlichen Präsenz der AWO. „Sie waren für die Menschen da, die in Not waren“, sagte er. Die Aufgabe des neuen Vorstands werde es sein, Mitglieder zu werben. Fischer empfahl dem Ortsverein, sich dabei vor allem an die Generation 60+ zu wenden. Denn wer nur zehn Jahre jünger sei, habe einen anderen Lifestyle. Fischer betonte, dass ohne das Engagement der AWO für diese Altersgruppe eine „Betreuungslücke“ entstehen würde.

Derzeit hat der Verein, der in Isen nach dem Krieg von Heimatvertriebenen gegründet worden ist, 36 Mitglieder. Nach wie vor beliebt, so Beintvogl in ihrem letzten Rechenschaftsbericht, seien der Seniorenclub mit den Kartler-Nachmittagen. Daneben habe man Weihnachtsfeiern und Ausflüge veranstaltet. Damit weitermachen will Vorsitzende Brosow. „Wir werden uns Mühe geben“, versprach sie im Namen des neuen Vorstands. „Wir werden den Verein so weiterführen, wie ihr ihn geführt habt.“

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