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Bestens vorbereitet auf ihr 70-jähriges Vereinsjubiläum präsentiert sich die KLJB Isen beim Gruppenfoto. Aus Dienstbotenverein wurde Katholische Landjugend

70 Jahre Katholische Landjugend Isen

Tief verwurzelt mit Heimat, Brauchtum und Glaube

An diesem Wochenende feiert die Katholische Landjugend Isen ihr 70-jähriges Bestehen. Vier Tage lang wird gefeiert.

Von Albert Zimmerer

Isen – Wenn die KLJB Isen etwas anpackt, dann „gscheit oder gar ned“. Das stellen die umtriebigen Burschen und Mädels jedes Jahr beim Waldfest in Gmain und beim Faschingsball in der Alten Turnhalle unter Beweis. Ebenso alle sechs Jahre als Maibaumaufsteller und bei Gelegenheit als erfahrene Maibaumdiebe. So verwundert es kaum, dass zum 70-jährigen Bestehen quasi das Isener Volksfest verlängert wird. Die Landjugend lädt gleich vier Mal vom 29. Juni bis zum 2. Juli zu diversen Festivitäten ins Festzelt ein.

Alles begann um 1900, als es in Isen keine Jugendgruppen, sondern nur einen Dienstbotenverein gab. Dieser wurde 1931 von Kaplan Zurrer in Burschen- und Mädchengruppe aufgeteilt, wobei Verheiratete und ältere Mitglieder ausschieden. Schon nach kurzer Zeit gehörten dem Burschenverein rund 250 Mitglieder an, die am 21. August 1932 eine Fahnenweihe veranstalteten. Um 1935 mussten beide Vereine zunehmend mit der nationalsozialistischen Ideologie kämpfen. Schließlich beschloss man in den Jahren 1936/1937 deren Auflösung.

Zehn Jahre später, im September 1947, gründeten rund 40 junge Männer, unterstützt von Kaplan Brandl erneut den Burschenverein. Wieder drei Jahre später 1950 wurde auch der Mädchenverein neu ins Leben gerufen. Unter der Führung von Kaplan Hermann Eigner, seit 1957 in Isen, wurden regelmäßig Gruppenstunden durchgeführt. Beide Vereine existierten fast 20 Jahre nebeneinander, bis man 1967 den Beschluss fasste, sich zu einer Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) zusammenzuschließen.

Mit dem neuen Pfarrheim, das am 25. Oktober 1975 eingeweiht wurde, hatte die Landjungend endlich eine Heimat gefunden. 1978 fand das erste Waldfest in Burgrain statt, das 2006 nach Gmain verlegt wurde. Der Standortwechsel tat der Beliebtheit keinen Abbruch. Ein arbeitsreiches Jahr stand der KLJB Isen 1984 ins Haus: Anlässlich der 550-Jahrfeier der Markterhebung Isens beteiligte man sich mit einem eigenen historischen Wagen. Außerdem wurde das erste Mal der Maibaum von der Landjugend aufgestellt, seitdem regelmäßig alle sechs Jahre.

Ein weiterer Vereinshöhepunkt war das 50-jährige Gründungsfest mit Weinfest und Zelt-Discoparty. Der Festsonntag wurde zusammen mit der Blaskapelle Isen begangen, die ihr 40-jähriges Bestehen feierte. Im Rahmen der 1250-Jahr-Feier von Isen beteiligte sich die Landjugend im August 1997 beim Markttreiben mit dem Drischl-Dreschn. Auch der Weltjugendtag im August 2005 ist allen Beteiligten noch in lebhafter Erinnerung. Bei „Tagen der Begegnung“ waren in Isen 45 Jugendliche aus Arizona/USA zu Gast. Zum Weltjugendtag wurde ein Bus organisiert, mit dem man zusammen mit anderen Landjugenden nach Köln fuhr.

Im Juni 2007 beging man die 60-Jahr-Feier. Gefeiert wurde mit einem zünftigen Weinfest und einer unvergesslichen Rocknacht in Mittbach. Als Maibaumdiebe gelang den Burschen 2007, 2009 und 2012 der Coup, jeweils gleich zweier Maibäume habhaft zu werden. Nach dem Auslösen der Bäume wurde 2007 in St. Wolfgang und Kopfsburg, 2009 in Thann und Buch sowie 2012 in Tulling und Obergeiselbach auch beim Aufstellen mitgeholfen. Der Verein zählt mittlerweile knapp 180 Mitglieder, was durch jährliche Neuaufnahmen auch Bestand hat.

Das Festprogramm

Donnerstag, 29. Juni: Liedermacher Keller Steff, Roland Hefter und Michi Dietmayr mit ihrem neuen Programm „3 Männer nur mit Gitarre - Kapitel 2“; Einlass 18 Uhr, Beginn 20 Uhr, Karten im Vorverkauf.

Freitag, 30. Juni: Rocknacht mit der Band „Born Wild“ ab 21 Uhr.

Samstag, 1. Juli: Weinfest mit der Band „Tetrapack“ ab 19 Uhr. 

Sonntag, 2. Juli: Festgottesdienst am Bräuanger um 10 Uhr; Gummi-Entenrennen mit 400 Euro Hauptpreis um 15 Uhr.

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