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In familiärer Runde hat Jubilar Alfred Fina (vorne) 95. Geburtstag gefeiert. Zum Gratulieren kamen (hinten, v. l.) Tochter Anne Fina, Enkel Jakob von Gizycki, Schwiegersohn Peter und Tochter Ulrike von Gizycki, Vizelandrat Jakob Schwimmer, Pfarrer Josef Kriechbaumer und Dritter Bürgermeister Hans Angermaier. 

Alfred Fina 95

Tschechische Heimat immer im Herzen behalten

Isen – Bestens aufgelegt hat Alfred Fina in seinem Alterssitz im Isener Seniorenheim zusammen mit Familie und Freunden seinen 95. Geburtstag gefeiert.

Herzlich gratuliert haben dazu auch Pfarrer Josef Kriechbaumer, Vizelandrat Jakob Schwimmer und Dritter Bürgermeister Hans Angermaier.

Die Heimat und der Geburtsort von Fina liegt im tschechischen Tschemin im Kreis Pilsen. 1921 schöpften die Menschen nach dem Ersten Weltkrieg Hoffnung auf eine bessere Zeit. Die Kindheit des Jubilars viel dann auch in die sogenannten Goldenen 20er Jahre. Nach der Schulzeit konnte er noch eine Gärtnerlehre machen. Dann begannen die Schrecken des Zweiten Weltkrieges, in die der Jubilar als 19-Jähriger hineingerissen wurde. Am Ende hatte er den Krieg und auch die russische Gefangenschaft in Estland überstanden.

Die alte Heimat war aber, wie für Millionen Menschen aus den Ostengebieten, damals auch für Fina verloren. Er wurde ausgesiedelt und kam ins oberbayerische Ottobrunn bei München. Seine Wurzeln hat Fina allerdings nie aus dem Herzen verloren und sich zeitlebens sehr für die Aussöhnung zwischen Tschechien und Deutschland bemüht. In Ottobrunn fand der Jubilar dann eine neue liebenswerte Heimat und mit seiner Frau Anna die Liebe für Leben. Die beiden haben 1950 geheiratet und zwei Mädchen großgezogen. Mit dem Tod seiner Frau verlor der Jubilar 2010 seinen liebsten Menschen. In schweren Stunden stand dem Jubilar aber immer seine Familie zur Seite. Heute kann sich Fina über seine beiden netten Enkelkinder Jakob und Christoph von Gizycki freuen.

Nach dem Krieg war der Jubilar erst in Diensten der Amerikaner als Gärtner. Dann fand er eine Anstellung als Hausmeister im Agfa-Werk München. In Ottobrunn hat der „Grüne Daumen“ von Fina bleibende Spuren hinterlassen. Dort hat er lange und gerne gelebt und sich im Gemeindeleben engagiert und sogar Grünanlagen angelegt. Später zog er dann ins Grüne nach Burgrain. Seit drei Jahren genießt der Jubilar seinen Lebensabend in Isen im Altersitz Senioren-Zentrum Isen.  prä

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