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Erfolgsmodell Nachbarschaftshilfe (v. l.):  Matthias Brenner, Eduard Schweiger, Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl, Karoline Eichner, Marianne Bauer (verdeckt), Heidi Moser, Alois Jaworek, Einsatzleiterin Patrizia Brambring.

Nachbarschaftshilfe Isen-Lengdorf-Pemmering

Über 4000 ehrenamtliche Einsatzstunden

Die Nachbarschaftshilfe Isen-Lengdorf-Pemmering spielt eine wichtige Rolle im Pfarrverband. Die Zahlen sprechen für sich.

IsenPatrizia Brambring, Einsatzleiterin der Nachbarschaftshilfe (NBH) Isen-Lengdorf-Pemmering, legte bei der Jahreshauptversammlung im Isener Pfarrheim eine tolle Bilanz vor: 460 Mitglieder, die den Verein durch ihren Monatsbeitrag unterstützen, etwa 60 Helfer, die im vergangenen Jahr über 4000 Einsatzstunden geleistet haben, und Spendeneinnahmen in Höhe von rund 16 000 Euro zeigen, welch große Rolle der Verein im sozialen Leben der drei Gemeinden des Pfarrverbands spielt.

Doch nicht nur die Zahlen beeindruckten die Gäste. Das gute und vertrauensvolle Klima, das bei den Einsätzen im häuslichen Umfeld oder im Nachbarschaftstreff in der Isener Bischof-Josef-Straße herrscht, war Silvia Wild vom Caritas-Zentrum Erding ein besonderes Lob wert. „Es ist schön, von einem so aktiven Ort mit liebevollen Menschen zu hören“, sagte sie. Durch die NBH bewahrheite sich das afrikanische Sprichwort, dass viele kleine Taten die Welt besser machen.

Wie wertvoll die NBH ist, betonte der Isener Bürgermeister Siegfried Fischer in seinem Grußwort. Auch in Isen kenne nicht mehr jeder jeden, sagte er. Dennoch gehörten die Neubürger „zu uns, egal welche Herkunft oder Religion sie haben“. Doch auch für den Zusammenhalt der beiden Kommunen sei die gemeinsame NBH von Nutzen. Durch sie zeige sich, dass man gut zusammenarbeiten könne.

Begeistert von der Arbeit der NBH ist auch Pfarrer Josef Kriechbaumer. „Manches sehe ich nicht“, sagte er. „Da bin ich dann froh, dass andere offene Augen haben.“

Große Zufriedenheit löste der Kassenbericht von Matthias Brenner aus. „Wir investieren das Geld, das wir durch Beiträge und Spenden einnehmen, in die Leute, die Hilfe und Unterstützung brauchen“, kommentierte er den Gleichstand von Einnahmen und Ausgaben. „Angenehmer, als unsere Finanzausschusssitzungen“, beurteilte Bürgermeister Fischer angesichts des vorhandenen Finanzpolsters spaßhaft die Kassenbilanz des Vereins.

Das große Lob der Redner galt den Helfern. „Sie sind für alle Menschen da, die Hilfe in den verschiedenen Lebensbereichen brauchen“, sagte Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl. Für Einsatzleiterin Brambring hatte sie ein Extralob übrig. Diese sei immer bemüht, die anstehende Hilfeleistung mit Unterstützung der Helfer zu bewältigen, sagte Sigl.

„Auch wenn Ihnen bei Ihren Hilfeleistungen emotional oft einiges abverlangt wird, möchte ich Sie motivieren, unseren Mitmenschen im Pfarrverband auch weiterhin mit Herz, Liebe und Leidenschaft Ihre Zeit zu schenken“, wandte sich Brambring an die Helfer. In ihrer Einsatzstatistik ging sie auf die verschiedenen Bereiche ein. Diese reichen von der Seniorenbetreuung (2011 Stunden) über Essen auf Rädern (265) bis zur Schwerstkrankenbetreuung, die von Brambring geleistet wird. Insgesamt sind die Helfer in zehn Bereichen tätig. „Wir sind nicht nur für Senioren da, an uns können sich alle, die Hilfe benötigen, wenden“, betonte Brambring im Gespräch mit der Heimatzeitung.

Ein Wechsel war im Vorstand durch den überraschenden Tod von Schriftführerin Barbara Bernauer nötig geworden. Henry Dinger hatte das Amt kommissarisch übernommen und wurde nun zum Schriftführer gewählt.

Der Vorstand:

Vorsitzende: Gerlinde Sigl.

Stellvertreter: Heidi Moser.

Kassier: Matthias Brenner.

Schriftführer: Henry Dinger.

Beisitzer: Eduard Schweiger (Pemmering), Barbara Obermaier (Isen), Alois Jaworek (Lengdorf).

Kassenprüfer: Karoline Eichner, Michaela Rosenhuber.

Anne Huber

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