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Strichliste für Integration: 90 Prozent der Befragten waren für die Arbeitserlaubnis für Asylbewerber. 

Petition an den Landtag

Umfrage: „Sollten Asylbewerber arbeiten dürfen?“

„Sollten Asylbewerber arbeiten dürfen?“, war die Frage einer Umfrage, die UnserVeto Bayern in Isen durchgeführt hat. In zahlreichen bayerischen Kommunen stellt der Verband ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer derzeit diese Frage, um eine Petition von UnserVeto an den Landtag zu unterstützen.

Isen/Dorfen – „90 Prozent der Isener, die wir angesprochen haben und die bereit waren, mit einem Strich auf unserer Liste ihre Meinung kenntlich zu machen, waren für die Arbeitserlaubnis für Asylbewerber“, fasst die Bettina Riep das Ergebnis zusammen. Riep, die in Burgrain bei Isen lebt, sitzt zusammen mit Joachim Jakob dem Landesverband von UnserVeto vor. Es handle sich selbstverständlich nicht um eine repräsentative Umfrage. „Wir wollen damit lediglich einen Eindruck gewinnen, wie die Bevölkerung zur Arbeitserlaubnis für Asylbewerber steht“, sagt Riep.

Die Erteilung der Arbeitserlaubnis für Asylsuchendende und Geduldete liege grundsätzlich im Ermessen der Ausländerbehörde. In Landkreisen mit besonders ablehnender Haltung würde in Folge Arbeit und Ausbildung für Asylsuchende fast unmöglich gemacht, heißt es in der Petition. Für die Ehrenamtlichen-Organisation bedeutet die gängige Praxis eine nicht zu akzeptierende Ungleichbehandlung der Geflüchteten.

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Zudem leisteten Ausbildung und Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Integration der Asylbewerber, die nach dem Verfahren hier bleiben dürfen. Abgelehnte Asylbewerber könnten die in Deutschland erworbenen Kenntnisse in ihrer Heimat anwenden. Das sei „wirksame Entwicklungshilfe“, ist UnserVeto Bayern überzeugt.

Und noch ein Argument stoße bei den meisten Bürgern auf Zustimmung: Asylsuchende, die arbeiten, verdienen sich ihren Lebensunterhalt selbst und sind von staatlichen Finanzleistungen unabhängig. Die Petition, fordert deswegen, die Arbeitserlaubnis zu erleichtern. Unter anderem sollen Identitätspapiere nachgereicht werden können und Betriebspraktika ohne Genehmigung der Ausländerbehörde möglich sein.

In Dorfen kann man die Petition in der Buchhandlung, im Johanniscafé, bei Sport Ampuls und bei Tagwerk, in Isen im Kaufladen unterschreiben. Die Aktion endet Anfang Juli.  ahu

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