Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

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VOR GERICHT

Vergewaltiger legt Geständnis ab

Überraschende Wende im Prozess gegen einen 30-Jährigen. Der Disponent hat nun eingeräumt, seine frühere Freundin brutal vergewaltigt zu haben.

Von Walter Schöttl

Landshut – Zum Prozessauftakt hatte der Angeklagte der aus dem östlichen Landkreis kommt, die Vergewaltigungs-Vorwürfe seiner ehemaligen Lebensgefährtin noch vehement bestritten. Nach der Ankündigung einer moderaten Freiheitsstrafe durch die 6. Strafkammer des Landgerichts Landshut rang er sich doch zu einem Geständnis durch und will seiner Ex auch ein Schmerzensgeld zahlen.

Dem Disponenten wirft die von Staatsanwältin Veronika Bergmeier vertretene Anklage vor, seine ehemalige Lebensgefährtin, eine 35-jährige Kinderpflegerin, im November 2013 in deren Wohnung brutal geschlagen und vergewaltigt zu haben. Der 30-Jährige saß unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen sexueller Nötigung eines 15-jährigen Mädchens bereits mehrere Jahre hinter Gitter.

Vorsitzender Richter Ralph Reiter machte dem 30-Jährigen am 3. Verhandlungstag noch einmal nachdrücklich klar, dass sich ein Geständnis für ihn erheblich strafmildernd auswirken würde.

Bei seiner Aussage hatte der Disponent geltend gemacht, an besagtem Abend erheblich unter Medikamenten gestanden zu haben. Selbst die Kinderpflegerin hatte bei ihrer polizeilichen Vernehmung sein aggressives Verhalten auf den Medikamenten-Konsum zurückgeführt. Landgerichtsarzt Dr. Hubert Näger kam in seinem Gutachten dazu allerdings zum Ergebnis, dass aufgrund der Medikamente zwar eine gewisse Enthemmung, aber keinerlei Beeinträchtigung der Steuerungsfähigkeit und damit der Schuldfähigkeit vorgelegen habe. Auch eine Bewusstseinsstörung könne ausgeschlossen werden, der 30-Jährige habe das Geschehen an jenem Abend detailreich geschildert.

Über seinen Verteidiger räumte der Disponent dann die Anklagevorwürfe ein, gleichzeitig stellte er der Ex die Zahlung eines Schmerzensgeldes in vierstelliger Höhe in Aussicht. Eine Formsache war nach dem Geständnis des Angeklagten noch das von Psychiaterin Dr. Sandra Loohs erstattete psychologische Gutachten, das keine Zweifel an der Glaubhaftigkeit der 35-jährigen Frau aufkommen ließ. Der Prozess wird am 23. Februar fortgesetzt. Dann sind auch die Plädoyers und das Urteil geplant.

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