Abriss: Dieses vordere Wohngebäude soll einem Neubau für den Wasserzweckverband weichen. Foto: Günster

Mittbachgruppe

Wasserzweckverband baut neue Verwaltung

Maitenbeth/Isen – Der Wasserzweckverband der Mittbachgruppe bekommt ein neues Domizil. Das Wohnhaus beim ehemaligen Raiffeisen-Lagerhaus in Straßmaier wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das beschloss jetzt der Verbandsrat.

Zum Verband gehören der Markt Isen mit sechs Vertretern und die Gemeinde Maitenbeth mit fünf. Im ehemaligen Rathaus in Maitenbeth befindet sich auch dessen Sitz. Unter der Leitung von Sebastian Schart kamen die Räte im Sitzungssaal des Maitenbether Rathauses zusammen. Schart berichtete, dass schon länger eine Unterkunft gesucht werde, denn das ehemalige Rathaus in Maitenbeth sei in keinem guten Zustand mehr. So habe man vor zwei Jahren das Raiffeisen-Lagerhaus für 180 000 Euro kaufen können. Dabei sei man zuerst von einem 585 000 Euro teuren Umbau ausgegangen. Doch dann habe sich manches anders entwickelt. So gebe es mit einem Neubau eine größere Planungssicherheit, es sei der Stand der Technik, die Barrierefreiheit sei besser und andere Gründe mehr, sodass die Räte mit acht gegen drei Stimmen für einen 500 000 Euro teuren Neubau stimmten. Mittlerweile dürfe man auch die Anbauverbotszone an die Bundesstraße 12 um sechs auf 14 Meter unterschreiten, um alles Wichtige auf etwa 150 Quadratmetern ebenerdig unterzubringen. Beide Varianten hätten keinen Einfluss auf den Wasserpreis, erklärte der Vorsitzende, denn diese Kosten habe man schon länger eingeplant.

Für Isens Bürgermeister Siegfried Fischer war das auch nur „ein altes Haus“, der Erhalt der Wohnung darin gehöre nun mal nicht zu den Aufgaben eines solchen Verbandes. Thomas Köpernik (Maitenbeth) fand auch „einen Neubau sinnvoller, der Umbau ist ein Risiko“. Martin Jel (Isen) sah die Vorteile im Raumkonzept, beim Neubau sei man einfach flexibler, auch wenn die Erscheinung „optisch nicht der Reißer“ sei. Die Planung habe sich nun einmal „anders entwickelt.“

Maitenbeths Bürgermeister Josef Kirchmaier argumentierte mit einer anderen Sicht der Kosten, man dürfe nicht die angenommenen 585 000 Euro alleine sehen, denn im Neubau sei manches nicht enthalten, so etwa die Auffüllung des Kellers. Deshalb sei auf den Quadratmeter gerechnet der Umbau des bestehenden Hauses günstiger, denn man habe damit fast 100 Quadratmeter mehr zur Verfügung. Gegen einen Neubau spreche auch die Erscheinung: vorne flacher Neubau, während das hohe Lagerhaus und die dahinterliegende niedrige Werkstatt bleiben. Das sei architektonisch nicht sauber gelöst. Vor allem sei „es schade“ um den massiven Bau, der sei „in der Substanz gut“. Zudem würden heutige Gebäude auf eine Lebensdauer von gerade einmal 30 Jahren ausgelegt, das hier halte länger, ein Abriss „tut mir sehr leid“. Zudem sollte man „keinen Wohnraum vernichten“, meinte er. Für die Gemeinde hänge auch noch das Büro des Staatsforstes daran, der sei für Maitenbeth „eine Institution“, den möchte man gerne behalten. Als Sitzungssaal biete sich wie bisher der Rathaussaal an. Kirchmaier verlangte noch eine namentliche Abstimmung, aber alles reden half nichts.

Anschließend schlug Thomas Köpernik (Maitenbeth) vor, die Eingabeplanung zu erstellen, um mit der Umsetzung einen Generalunternehmer zu beauftragen. Das minimiere das Risiko, meinte er. Das sah Maitenbeths Bürgermeister Kirchmaier nicht so, denn da würden „grundsätzlich 20 Prozent draufgeschlagen.“ Die Entscheidung über einen Generalunternehmer wollte er noch nicht fällen, dem schlossen sich nach einiger Diskussion die anderen Räte an.

Karlheinz Günster

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