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Der neue Schlauchwagen Katastrophenschutz (SW-KatS) der Feuerwehr Westach ist kirchlich gesegnet worden. Foto: Huber

Fahrzeugweihe

Westachs neuer Lebensretter

Westach - Mit vielen Gästen und bei strahlendem Spätsommerwetter hat die Freiwillige Feuerwehr Westach Fahrzeugweihe gefeiert. Der neue Schlauchwagen Katastrophenschutz war der Feuerwehr bereits Anfang Juli übergeben worden, jetzt erhielt er von Dekan Josef Kriechbaumer den Segen.

Doch nicht nur das neue Fahrzeug war Anlass für den erweiterten Mariä-Himmelfahrt-Gottesdienst. Die Freiwillige Feuerwehr wird heuer zudem 140 Jahre alt. „Seit 140 Jahren stellt die Westacher Feuerwehr den Brandschutz im Markt Isen sicher“, sagte Kommandant Florian Nußrainer in seiner Ansprache, bevor er den Fokus auf die aktuellen Aufgaben der Feuerwehr legte. Das neue Fahrzeug stelle den Abschluss eines langen Prozesses dar, zu dem auch gehört habe, „das zweite Einsatzfahrzeug zu besetzen und entsprechend zu beüben“, sagte er.

Dass Brandschutz nur noch eine untergeordnete Aufgabe bei den Feuerwehren spielt, machte Kreisbrandrat Willi Vogl in seinem Grußwort deutlich. Vielmehr heiße es inzwischen, „überall, wo der Bürger Hilfe braucht, muss die Feuerwehr her“. Die oft diskutierte Frage, „wie viel Feuerwehr braucht ein Ort, stellt sich bei Einsätzen nicht“, sagte er.

Froh, dass „eine so höchst motivierte Mannschaft“ zum Zuge kam, war Landrat Martin Bayerstorfer. Durch den Standort Isen sei eine „gute flächendeckende Versorgung“ sichergestellt. „Größten Respekt“ zollte Vizebürgermeisterin Eva Pfennig den Westacher Feuerwehrleuten und ihrer jungen Führungsriege.

Das neue Fahrzeug dient nicht nur zu Einsätzen in der Region, „bei überregionalen Katastropheneinsätzen kann es sein, dass es „in ganz Deutschland unterwegs ist“, erklärte Kreisbrandinspektor Martin Angermaier im Gespräch mit der Heimatzeitung. Ausgestattet ist der Schlauchwagen mit 2000 Meter Schlauch und einer Tragkraftspritze. Sie dient nicht nur dazu, an der Wasserentnahmestelle bis zu 1500 Liter pro Minute zu fördern, sie kann auch in der Schlauchleitung als Verstärkerspritze eingesetzt werden, um große Entfernungen oder Höhenunterschiede zu überbrücken. Dass die Wahl auf die Feuerwehr Westach fiel, hatte vor allem damit zu tun, dass ein solches Fahrzeug bislang nicht im Landkreis-Süden stationiert war. Aber auch die Weitsicht der Westacher Feuerwehrler machte sich bezahlt: sie haben ihr im Jahr 2000 in Eigenregie errichtetes Feuerwehrgerätehaus so groß dimensioniert, dass neben dem Löschgruppenfahrzeug LF 16/10 nun auch der SW-KatS untergebracht werden kann. Die Feuerwehr Westach gehört als eine der vier Ortsfeuerwehren zu den Feuerwehren des Landkreises, die zu überregionalen Einsätzen ausrücken.

Anne Huber

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