Winterdienst

Isen räumt Radweg für Lengdorf mit

Isen - Die Frage, ob und vom wem der neue Radweg geräumt und gestreut werden muss, hat im Marktgemeinderat zu einer heftigen Diskussion geführt.

Der Anlass war eine Vereinbarung zwischen dem Markt Isen und der Gemeinde Lengdorf, die den vorläufigen Räum- und Streudienst auf dem Radweg regelt. Ihr Inhalt: Weil es der Gemeinde Lengdorf nur unter „unverhältnismäßig großem Aufwand“ möglich wäre, den Winterdienst auf ihrem Teilstück des neuen Radwegs zu praktizieren, erklärt sich der Markt Isen bereit, bis zur endgültigen Fertigstellung auch auf Lengdorfer Gemeindegebiet zu räumen.

In der Vereinbarung ist unter anderem auch festgehalten, dass Lengdorf die Vergütung, die es vom Straßenbauamt für den Winterdienst des 2,3 Kilometer langen Teilstücks erhält, an den Markt Isen abführt.

Doch nicht alle Räte hatten für die grundsätzliche Notwendigkeit eines Winterdienstes Verständnis. Albert Zimmerer (SPD) etwa verwies auf den Rentner-Weg, der ebenfalls auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft, und nicht geräumt werde. Harsch fiel das Urteil von Martin Angermaier (CSU) aus. „Da san mer b’schissn worn“, sagte er. Bei früheren Verhandlungen habe es immer geheißen, „den kompletten Unterhalt übernimmt der Landkreis“.

Wie Bürgermeister Siegfried Fischer (FW) mit Nachdruck erklärte, wisse er nichts von solchen Verhandlungen. „Vor 13 Jahren wurden von mir keine Verhandlungen geführt, da hatten wir ja noch nicht einmal den Grund“. Dahingegen habe sich der Markt Isen in diesem Frühjahr in einer Vereinbarung gegenüber dem Staatlichen Bauamt Freising verpflichtet, den Winterdienst zu übernehmen. Die Regelung, dass die Kommunen Radwege räumen müssen, für die der Landkreis Baulastträger ist, gebe es bereits seit fünf bis sechs Jahren. „Der Gemeinderat hat dem zugestimmt“, erinnerte Fischer.

Ihren Unmut über die Äußerung ihres Ratskollegen äußerte Maria Grasser (FW). „Wir haben endlich geschafft, dass wir den Radweg kriegen, da kann man nicht von Beschiss sprechen“. Am Ende der Debatte stimmten alle Räte der Vereinbarung zu. Bürgermeister Fischer wies noch darauf hin, dass Straßen und Gehwege in der Kommune beim Winterdienst Priorität besitzen. Erst dann werde der der Radweg geräumt. ahu

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