Finales Gruppenfoto: (v. l.) Rupert Fruth, Kurbe Niedermaier, Susi Feser-Ortner, Isabella Czech, Rul Kellner, Bürgermeister Siegfried Fischer, Martin Mittermaier, Susanne Fehmer und Günter Paukner. Foto: Zimmerer

Isener Kappenabend: Kleine Geschichten, große Lacherfolge

Isen - Der Isener Kappenabend war auch heuer wieder mit zahlreichen Höhepunkten gespickt und erfüllte letztlich die hohen Erwartungen. Hauptthemen waren Holzbildhauer, Ehekrise, rebellischer Pfarrer und ein sensationelles Comeback.

Dramaturgisch geschickt hatte das Faschingskomitee das vierstündige Programm so aufgebaut, dass sich die Stimmung im voll besetzten Klement-Saal von Stück zu Stück steigerte. Während der erste Teil mit schauspielerischen Glanzleistungen aufwartete, folgten nach der Pause die eigentlichen Isener Geschichten. Isabella Czech und Martin Mittermaier führten mit Witz und Charme durch den Abend. Während sie sich über „harmonische Trennung“ und Second-Hand-Männer ausließ, hielt er eine Begrüßungsrede in Pfarrer-Kriechbaumer-Manier, einschließlich einem „Prosit der Gemütlichkeit“. Als zankendes Ehepaar räumten beide gemeinsam die Lacher ab.

Die Vorzeige-Zuagroasten Susanne Fehmer und Rainer Annuscheit amüsierten bei einer Videoeinspielung. Auf der Suche nach Isener Sehenswürdigkeiten kehren sie E-Bike fahrend in der „Hafenkneipe Wegmaier“ und am „Bahnhof zum Glück“ ein. Zuvor hatte Annuscheit als schleimiger Lebemann „El Potente“ das Publikum um den Finger gewickelt und sich einen Berater für das Eheanbahnungsinstitut ausgesucht.

Für eine „musikalische Sensation“ sorgte dann der Auftritt von ABBA, wobei die 27 Jahre seit der Trennung vor allem an Björn und Benny alias Günter Paukner und Rul Kellner nicht spurlos vorübergegangen sind. Während sie mit „Waterloo“ und „The Fischer takes it all“ die Siegermentalität von Bürgermeister Siegfried Fischer herausstellten, übten Agnetha und Annafrid (Susi Griep und Susanne Fehmer) mit „I have a dream“ Kritik („Mia hod dramt, es waar schlecht grammt“). Nach der fulminanten Einlage der St. Wolfganger Garde „Modern Art“ samt Prinzenpaar, wurden die Isener in bewährter Form von den Gemeindearbeitern Kellner und Kurbe Niedermaier ausgerichtet. So erfuhr man, warum der Linderer Zeno beim Schneeräumen von der Feuerwehr verfolgt wurde, wie der Vitzthum Lugge zum Fürst der Finsternis wurde und weshalb Andreas Kielbassa immer öfter den Gemeinderat schwänzt.

Dem Isener Event des Jahres, dem Holzbildhauer-Symposium, widmete man das Finale. Hier gefielen Rupert Fruth als Franz Kümpfel, Susi Feser-Ortner als Hannerl Beintvogel, Annuscheit als Anwalt, Czech als Eva Pfennig, Paukner und Fehmer als Künstler, sowie Mittermaier als eitler und redseliger Landrat („Tourismus-Region, E-Bike-Region, bla, bla, bla“).

Als Bürgermeister Fischer zum Gruppenfoto auf die Bühne geholt wurde, bekam er vom Komitee eine Verkehrsschild-Skulptur für die Isener Rush-Hour überreicht.

Die nächsten Aufführungen sind am 6. und 7. Februar, jeweils um 20 Uhr. Restkarten gibt es bei Schuh Fischer, Münchner Str. 11, und an der Abendkasse.

Albert Zimmerer

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