Auch die Isener Einbruch-Serie war Thema: Sherlock Holmes (Rainer Annuscheit) und Dr. Watson (Rul Kellner, r.) gingen im Klement-Saal auf Verbrecher-Suche. Foto: Zimmerer

Isens Fitness-Obamas und andere Vordenker

Isen - Mit besonderer Spannung schauten die Isener dieses Mal auf ihren Faschingshöhepunkt, den Kappenabend. Trotz Umbruch und Abgang von acht bewährten Mitgliedern schaffte es das Team um Rul Kellner, das Publikum zu begeistern.

Mit inspirierten Ansagen waren Martin Mittermaier und Isabella Czech im Klement-Saal von der ersten Minute an die Garanten für beste Stimmung. Mittermaiers verbale Rundumschläge zeichneten sich durch trockenen Humor und nie aufgesetzte Lässigkeit aus („Keine Sau kennt mich“). Seine Anekdoten von „Zipper dem Romantiker“ oder „Fischreihers Kopper im Strafraum“, sowie die „Integrationstipps für Zuagroaßte“ trieben den Zuschauern die Lachtränen in die Augen.

In Monika-Gruber-Manier klärte seine Schwester Isabella das Publikum sympathisch über Standby-Männer auf und schwärmte von Isens neuer Gratulierbürgermeisterin Eva Pfennig. Diese sei für hiesige Frauen das, was „Barack Obama für Amerikas Schwarze ist“. Pfennig verstehe es perfekt, sich der Meinung von Bürgermeister Siegfried Fischer anzuschließen, noch bevor sich der eine gebildet habe.

Als Sherlock Holmes und Dr. Watson gingen anschließend Rainer Annuscheit und Rul Kellner im Klement-Saal auf Einbrecher-Suche und wurden mittels „Deduktion“ tatsächlich fündig. In wunderbar gespielten Sketchen nahm man auch die TSV-Aerobic-Damen („One, two, three, mia redn bayrisch“) und Joppi Heesters, traumhaft verkörpert von Hans Paukner, auf den Arm. Letzterer wurde von Susi Feser als Simone Rethel auf die Bühne gekarrt, wo Joppi sich im Maxime wähnte und sich nach einer Arie beim Isener Publikum in der „Lengdorfer Stadthalle“ bedankte.

Großes Thema war auch Diät-Papst Wolf Funfack und seine Metabolic-Methode. Obwohl Erich Bottisch diese gesanglich nach der Melodie „Oben ohne“ von Rainhard Fendrich anpries, konnte er bei seinen „Patienten“ Rul Kellner und Susi Griep nicht punkten, die im Refrain bloß grollten: „Mei hamm mia an Hunger, mei zoit dea vui Steiern!“. Beckenbauers „Gute Freunde“ waren gerade gut genug, um die neue Männerfreundschaft zwischen Fischer und Kanal-Rebell Martin Maier zu besingen. Im Finale war schließlich das „Powerpärchen“ Nicolette und Hannes Gmeiner mit ihrer Gemeinschaftspraxis „Mensch und Tier“ das große Thema und würdiger Schlusspunkt.

Der Auftritt der Heroes aus St. Wolfgang und eine überragende Big-Band, bestehend aus Hoglbuachane und Blasmusiker um Franz Windshuber, waren das i-Tüpfelchen auf einem amüsanten und kurzweiligen Abend. (az)

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