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Ein beliebter Badeplatz ist diese Wiese an der Sempt. Kritiker befürchten eine Verschlechterung wegen des geplanten Wasserkraftwerks. Bürgermeister Simon Oberhofer widerspricht.  

Das Jahr 2017 in Berglern

Badespaß trotz Wasserkraft

Berglern – Zu den Projekten 2017 gehört in Berglern das Wasserkraftwerk an der Sempt. Bürgermeister Simon Oberhofer widerspricht der Darstellung, dass dadurch die Badewiese an Attraktivität einbüßt.

Im März will Bürgermeister Simon Oberhofer Nägel mit Köpfen machen: Die Bürger-Photovoltaikanlage soll an den Start gehen. Die Gemeinde Berglern und der Wasserzweckverband wollen hier einsteigen. Es ist eines der kommunalpolitschen Projekte dieses Jahres – wie auch das an der Sempt geplante Wasserkraftwerk.

Mit den Gegnern dieser Anlage war Oberhofer beim Neujahrsempfang ins Gericht gegangen (wir berichteten). Im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert der Bürgermeister, warum sich Wasserkraft und Badespaß nicht gegenseitig ausschließen. „In den nächsten Monaten wollen wir klären, wie wir die Bademöglichkeiten an der Sempt gestalten können“, sagt er. Das gehe nur zusammen mit dem Wasserkraftwerk, weil für dieses Baurecht bestehe, auch vom Wasserwirtschaftsamt her. Daher sei die Gestaltung kein genehmigungspflichtiger Eingriff in das Gewässer.

Die Flächen seien bereits im Eigentum der Gemeinde, so dass auch von dieser Seite her kein Problem bestehe. „Ein gewisser Aufstau“ vor dem Kraftwerk sei das zentrale Element dieser Verbesserung, so der Bürgermeister.

Abschließen will Oberhofer auch das Thema Breitbandversorgung. Das Gewerbegebiet Glaslern soll an die Glasfaser, der Rest der Gemeinde mindestens 50 Megabit Kapazität bekommen.

Ganz oben auf der Agenda steht die Nahversorgung. Nach dem Aus des einzigen Lebensmittelladens im Ort hat der Gemeinderat Oberhofer beauftragt, mit Einzelhandelsketten Gespräche aufzunehmen. „Ich werde da jetzt noch mal nachfassen“, kündigte der Gemeindechef an.

Immerhin könnte die Gemeinde auf einem Grundstück im Gewerbegebiet Glaslern einen Discounter sofort genehmigen. Oberhofer ist zuversichtlich, einen Interessenten zu finden. Dass gleich ein großer Vollsortimenter kommt, will aber auch der Gemeindechef nicht glauben. Wenn es mit der örtlichen Nahversorgung klappt, ist das Gewerbegebiet Glaslern allerdings ziemlich voll.

Weitere Gewerbeflächen hat die Gemeinde dann nicht mehr, an derlei werde im Moment auch nicht gedacht, berichtete der Bürgermeister. Wohnbauflächen sollen aber wohl bereitgestellt werden.

Der Gemeindechef möchte heuer das Verfahren für den Bebauungsplan an der Eittinger Straße abschließen. Wie berichtet, war das im Gemeinderat nicht unumstritten wegen der Dichte der Bebauung, aber Oberhofer ist sicher: „Da werden wir dieses Jahr zu Potte kommen.“

Beim sozialen Wohnungsbau bittet Oberhofer noch um Geduld. Die Genehmigungsverfahren für Zuwendungen bräuchten eben Zeit. Für heuer sei geplant, die Vorbereitungen so weit abzuschließen, dass ein erster Spatenstich erfolgen könne.

Klaus Kuhn

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