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Soziales Netz, viele Hilfsdienste und Veranstaltungen (v. r.) Vorsitzende Rita Reichwein und Einsatzleiterin Beate Aust stellten die Arbeit der Nachbarschaftshilfe vor. 

Jahreshauptversammlung

Rekord: Nachbarschaftshilfe liefert fast 2000 Essen aus

Walpertskirchen – Eine beeindruckende Jahresbilanz an ganz unterschiedlichen Tätigkeiten für die Mitmenschen legte die Einsatzleiterin der Walpertskirchener Nachbarschaftshilfe Beate Aust in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Büchlmann vor.

Insgesamt wurden 1047 Einsatzstunden geleistet. Das Spektrum der Einsätze war vielseitig. So wurden Senioren bei Arztbegleitungen, Telefonaten, Terminvereinbarungen und Fahrdiensten unterstützt. „Viele Kleinigkeiten werden aber gar nicht aufgeschrieben und erscheinen so nicht in der Statistik“, sagte die Einsatzleiterin. Bei der Essenslieferung aus der Seniorenküche verzeichnete die Nachbarschaftshilfe einen „absoluten Rekord“ mit 15 Kunden und 1966 Essen. „Das Essen wird gelobt“, informierte Aust und bedankte sich beim Küchenteam, bei den Fahrern und Koordinatoren.

Auch beim Besuchsdienst war der gemeinnützige Verein mit 161 Besuchen aktiv. „Die Senioren freuen sich über jeden Kontakt, da die Besuche den Tag verkürzen und den Faden zur Außenwelt nicht abreißen lassen.“ Dies gelte umso mehr, wenn man selbst nicht mehr mobil ist. Auch in der Kinderbetreuung war die Nachbarschaftshilfe tätig (458,5 Stunden). Bei der Haushaltshilfe verzeichnete man 478 Stunden. Zudem vermittelten acht Lesepatinnen einigen Kindern wieder regelmäßig das Vergnügen an Büchern und am Lesen. Außerdem waren sie mit einer Aktion beim kommunalen Ferienprogramm vertreten.

Aust ging weiter auf die Begleitung der 13 Flüchtlinge aus sechs Nationen ein, wobei hier ebenfalls vieles zeitlich gar nicht zu fassen sei. Derzeit seien die Anhörungen, das Warten auf die Bescheide und die Verschärfung bei den Arbeitserlaubnissen ein großes Thema. Die Aussicht auf Anerkennung sei in den meisten Fällen gering, es drohe die Abschiebung.

Die momentane Lage sei nicht einfach für das Helferteam, die Stimmung in der Unterkunft bisweilen sehr gespannt. Bei manchen Lebensplänen hätten die Helfer die unangenehme Aufgabe, „Illusionen zu zerstören“. Bei aller Arbeit komme aber auch viel zurück. „Es wird einem bewusst, wie dankbar wir sein müssen, in so einer geordneten Welt ohne Hunger und Gewalt leben zu dürfen“, betonte die Einsatzleiterin. Ihr positives Fazit: „Mit unserer Arbeit entsteht ein soziales Netz, das nicht nur dem einzelnen hilft, sondern auch den Zusammenhalt in unserem Ort lebenswert erscheinen lässt.“

Die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, Rita Reichwein, stellte das Jahresprogramm vor. Es sind wieder einige Vorträge geplant. Am Dienstag, 7. März, hält Willi Scheib ein Referat über das Pflegestärkungsgesetz mit Tipps fürs seniorengerechte Wohnen. Eine musikalische Lesung im Walpertskirchener Knirschvogelhaus zugunsten der Nachbarschaftshilfe findet am Samstag, 22. April, statt.

Auch ein barrierefreier und ein weiterer Ausflug für die Aktiven in der Nachbarschaftshilfe sind vorgesehen. Letztere Veranstaltung ist eine Anerkennung für die Einsatzbereitschaft. Reichwein erläuterte, dass man nicht nur Vorträge organisiere, sondern auch viele Besuche, um sich fortzubilden und Informationen auszutauschen. Bürgermeister Franz Hörmann sagte ein „ganz großes Dankeschön“ für das vielseitige Engagement und lobte das Veranstaltungsprogramm.

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