Jakobmayer-Kino: CSU meldet neue Geldquelle der Stadt

Dorfen - Die Stadt hat für die umstrittene Realisierung des Kinos im Jakobmayer-Gebäude eine neue Geldquelle aufgetan.

Der auf über 500 000 Euro veranschlagte Anbau eines Programmkinos wird im Betreiberkonzept des Jakobmayer als wichtiger Baustein erachtet, regelmäßig Besucher in das Kulturzentrum zu bringen. Doch vor allem SPD und GAL winken ab. Ihnen ist das für die im Kino entstehenden 40 Sitzplätze viel zu teuer.

Der für die Stadt berechnete Anteil an den Investitionskosten lag bisher immer bei 300 000 Euro. Die Verwaltung hat jetzt nach Angaben von CSU-Fraktionssprecher Sebastian Sperr eine neue Möglichkeit aufgetan, den städtischen Anteil noch einmal deutlich auf „nur“ noch 215 000 Euro zu senken. Laut Sperr habe die Stadt die Zusage, die Mehrwertsteuer zurückerstattet zu bekommen. Zudem habe der Freundeskreis Jakobmayer eine Spendenaktion gestartet, bei der symbolisch die Kinostühle an Sponsoren verkauft werden. 20 000 Euro würden so zusammen kommen.

Für Sperr ist das jetzt ein klare Sache: „Günstiger kommt Dorfen nie wieder an ein modern und mit digitaler Technik ausgestattetes Kino.“ Der Stadtrat müsse daher die Chance nutzen, und dem Bau des Lichtspieltheaters zustimmen. Im übrigen kann sich der CSU-Fraktionschef einen Seitenhieb auf die Kritiker von SPD und GAL nicht verkneifen: „Wer sich hier alles als Spezialist für Sanierungsarbeiten und für die notwendigen Ausstattungen in einem Kulturhaus entpuppte, ist fast abenteuerlich.“

Auch bei der Planung der Kinogröße hat sich laut Sperr noch etwas getan. Mittlerweile sei man bei 50 Sitzplätzen, die bei Bedarf um zehn weitere Stühle aufgestockt werden könnten. „Damit können auch zwei Schulklassen darin Platz finden und die Betreiber können für Schulen ein entsprechendes Filmangebot bereit stellen“, so Sperr. Der Vorsitzende des Freundeskreis Jakobmayer, Ludwig Rudolf, der für den Kinobetrieb verantwortliche Josef Schmederer sowie die beiden Kulturhaus-Managerinnen Birgit Binder und Sigrid Wiedenhofer halten laut Sperr den kostendeckenden Betrieb des Kinos für gesichert.

Für den CSU-Fraktionschef völlig unverständlich ist das Nein von SPD-Stadträtin Michaela Meister zum Kino. „Sie als Jugendreferentin weiß doch, dass bei den Jugendlichen der Wunsch nach einem Kino ganz oben steht.“

Anton Renner

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