Raus aus dem Wasser, rauf aufs Rad: die Triathleten während des Towerman-Wettbewerbs. Foto: albrecht

Kampf gegen Verband und Schweinehund

Flughafen - Die fittesten Airport-Bediensteten treffen sich einmal im Jahr an der Stoibermühle. Nicht eingeladen, aber irgendwie doch da: der quengelnde Triathlon-Verband.

400 Meter schwimmen, dann 18 Kilometer Rad fahren und am Ende zwei oder vier Kilometer laufen - für durchtrainierte Triathleten ist so ein Wettkampf nur eine Frage der Zeit. Natürlich gewinnen sie den Kampf gegen den inneren Schweinehund und kommen ins Ziel. Es sei denn, der Verband hat etwas dagegen. „Ich organisiere den Towerman jetzt schon seit 22 Jahren, aber so etwas ist mir noch nicht passiert“, ärgert sich Fritz Birkner.

Alles hatte so gut begonnen. Nach 100 Meldungen musste er das Teilnehmerfeld schon schließen. „Mehr geht einfach nicht“, erklärt er. Die Wettervorsage war vielversprechend (was sich auch bewahrheite), und das Wasser hatte angenehme 24 Grad. Und dann das: „Ein Herr vom Triathlonverband“ hatte sich bei Birkner gemeldet. „Er wollte den Wettkampf verbieten, weil er nicht beim Verband angemeldet ist“, erzählt der Flughafenpolizist.

Birkner konnte ihm zwar erklären, dass es sich bei diesem Triathlon rund um die Stoibermühle um eine geschlossene Veranstaltung handle, bei der bis auf wenige Ausnahmen lediglich Airportbedienstete teilnehmen dürfen. Dennoch gab der Verband kein Okay. Zumindest kein offizielles. „Er hat sich dann etwas gewunden und gemeint, dass der Wettbewerb wohl kein Problem sei. Aber ein definitives Ja gab es nicht“, berichtet Birkner.

Das hatte Folgen: Drei der besten Athleten wollten das Risiko einer längeren Sperre nicht eingehen. Birkner: „Sie verzichteten auf die Teilnahme, haben dann aber eine Trainingseinheit absolviert.“

Um es vorwegzunehmen: Die Top-Sportler hätten mit jeweils drei Minuten Vorsprung die Männer- und Wertung gewonnen. Das soll aber nicht die Leistung der restlichen 85 Sportler schmälern (siehe Ergebnisse). Bis auf eine Teilnehmerin, die nach einem Sturz mit einer Platzwunde ins Krankenhaus gebracht werden musste, kamen alle Teilnehmer ins Ziel.

Der älteste Finisher war der pensionierte Bundespolizist Martin Meiler. Der 70-jährige Freisinger ist als Mittelstreckler in der Region kein Unbekannter. Die jüngsten Athleten kamen vom Freisinger Josef-Hofmiller-Gymnasium. Sie müssen für ihr P-Seminar drei Triathlon-Wettbewerbe absolvieren. Birkner spendierte ihnen Finisher-Shirts sowie Essens-Gutscheine für den Bayerischen Hof. Auch Alexander Gottschalk durfte sich freuen, denn er gewann den Europa-Flug für zwei Personen, den die Deutsche Lufthansa gesponsert hatte. Dieser Preis war bei der Siegerehrung ebenso unter allen Teilnehmern verlost worden wie die Gutscheine des Novotels, der Allresto-Gruppe oder das Cabrio-Weekend (Sixt) oder ein BMW-Bike (Daimer Schließtechnik & bikefritz) Für die ersten Drei jeder Klasse gab es zudem Pokale und Urkunden, die die Sparkasse und die FMG sponserten. Besonders gefeiert wurde die Zeit von Rostislav Zinitch: 44:44 Minuten benötigte der 44-Jährige.

Die besten Ergebnisse:

Damen-Gäste: 1. Ursula Walter 44:02 Minuten; 2. Regina Rank 44:10; 3. Birgit Heimbach 46:09.

Damen-Flughafenklasse: 1. Tanja Klose (Flughafenpolizei) 44:20; 2. Alex Mitschke (FMG) 45:15; 3. Susanne Scheffler (Zoll) 45:20.

Herren-Gäste-AK (Ü 40): 1. Rostislav Zinitch 44:44; 2. Wolfgang Klausner 45:59; 3. Matthias Huber 47:02.

Herren-Flughafen-AK (Ü 40): 1. Roger Taylor (Eurofighter) 48:43; 2. Kai Ehrenreich (Lufthansa) 50:32; 3. Roland Brummer 52:46.

Herren-Gäste: 1. Markus Kalb 44:49; 2. Stefan Tesar 45:30; 3. Matthias Berberich 45:55.

Herren-Flughafenklasse: 1. Stephan Scheler (Bundespolizei) 46:33; 2. Florian Radlmeier (Flughafenpolizei) 48:10; 3. Stefan Bayer (Bundespolizei) 50:45.

Junioren: 1. Lukas Rank 43:00; 2. Johannes Kirnberger 46:30; 3. Vincent Hörl 52:45. (pir)

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