„Die B 15 neu ist schädlich und unnötig": BI-Sprecher Hermann Bachmaier.

Neue Bürgerinitiative

Kategorisches Nein zu einer B 15 neu

Dorfen – Im Landkreis gibt es jetzt eine zweite Bürgerinitiative (BI) gegen eine B 15 neu. Mitte Oktober wurde in Erding die BI „B 15 neu – nirgendwo!“ gegründet. Die Initiatoren um den Taufkirchener Hermann Bachmaier wollen sich gegen den Weiterbau der B 15 neu über die A92 hinaus einsetzen.

„Die Gründungsmitglieder sind sich einig, dass ein langer, zäher und hoffentlich auch ein gewitzter Widerstandskampf notwendig ist. Nach der Veröffentlichung des Entwurfes des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) noch in diesem Jahr, wird es die erste Aufgabe sein, eine kritische Stellungnahme zu dem Entwurf zu formulieren und die Öffentlichkeit des Landkreises zu mobilisieren und aufzuklären. Es darf im Landkreis Erding zu keiner St. Florians-Haltung kommen. Jede Form eines Weiterbaues der B15 neu muss analog zum Motto „B15 neu – nirgendwo!“ kategorisch abgelehnt werden. Der Weiterbau der B15 neu führt zur Zerschneidung und Betonierung alter Kulturlandschaften, führt zu mehr Lkw-Verkehr und wäre eine gigantische Fehlinvestition“, so Bachmaier, der auch Sprecher der Initiative ist.

Statt neue Autobahnen zu bauen, müssten die knappen finanziellen Ressourcen in den Erhalt der bestehenden Infrastruktur, wie etwa Brücken, und in eine zukunftsweisende Verbesserung, zum Beispielt Bahnanbindung an den Brenner Basis Tunnel, investiert werden.

Im Gegensatz zur BI „Stopp B15 neu – im Landkreis Erding“ setzt sich die Initiative generell gegen einen Weiterbau der B 15 neu ein. „Die B 15 neu ist schädlich und unnötig – ganz gleich, ob die Trasse nun durch den Landkreis Erding oder die Landkreise Landshut und Mühldorf verläuft“,so Bachmaier. Die Haltung „Bei uns wäre die B 15 neu ein Unglück, die anderen Landkreise sollen sie aufgebrummt bekommen“ spalte den solidarischen Widerstand der regionalen Gruppen. Wer die B 15 neu nicht wolle, müsse sie kategorisch ablehnen.  ar

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