Starke Schmerzen muss Kater Oskar ertragen. foto: privat

Kater Oskar Schrotladung in die Läufe gejagt

Zustorf - Der Schuss muss aus nächster Nähe abgefeuert worden sein. Eine Schrotladung traf Kater Oskar in die Vorderläufe. In Zustorf geht jetzt bei Katzenbesitzern die Angst um.

Am 4. August wurde die Familie Look in helle Aufregung versetzt. Sie wohnt in Zustorf, Untere Römerstraße 6. Steffen Look: „Um 14 Uhr wurde meine Frau von unserer unmittelbaren Nachbarin verständigt, daß es eventuell unsere Katze ist, die am Ende der Einseestraße, das ist in einem Wohngebiet, unter einer Hecke liegt. Und so war es dann auch. Unser Kater Oskar lag unter der Hecke, etwa 300 Meter von unserem Zuhause entfernt.“ Die junge Nachbarin - sie hat ein kleines Kind - hatte das Tier gegen 7 Uhr morgens aufgrund seines jämmerlichen Wimmerns bemerkt, konnte ihm aber nicht sofort helfen, da sie zur Arbeit gehen mußte. Look erzählt: „Als er am Mittag immer noch da lag, begann sie bei den Nachbarn nachzufragen, wem der Kater gehören könnte. So kam sie auf uns, da alle unsere drei Kater rote Halsbänder tragen.“

Nach etwa einer Stunde hatte Looks Frau Gerdi den Kater so weit beruhigt, daß es möglich war, Oskar zum Tierarzt Dr. Alfred Ertl nach Langenpreising zu fahren. Der stellte laut Look fest, dass auf das Tier aus nächster Nähe geschossen wurde: „Die Schrotkugeln trafen den Kater nur in die Vorderläufe, was auch die Röntgenbilder belegen können.“

Durch die Einschüsse wurden der rechte Lauf viermal und der linke Lauf einmal zertümmert. In einer längeren Operation entfernte Dr. Ertl mindestens 20 Schrotfragmente, richtete die Knochen wieder halbwegs gerade, säuberte die Wunden und verband beide Vorderläufe.

Am gleichen Tag ist das Ehepaar Look noch zur Polizei nach Erding gefahren, um Anzeige zu erstatten. „Wir wurden von dem Polizeibeamten darüber informiert, daß es keinen Ermittlungsansatz gibt und es deshalb unwahrscheinlich ist, einen Schuldigen zu finden. Nach unserer Meinung war das ein Akt brutalster Tierquälerei.“

Heute kommt Oskar, der alles sehr tapfer erträgt, erneut auf den Operationstisch bei Dr. Ertl. Der wird versuchen, die herausstehenden Knochen mit Draht und Schrauben zu fixieren. Steffen Look: „Er wird sicher alles tun, um eine Amputation eines oder beider Vorderläufe zu verhindern.“ ml

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