Kindergarten St. Peter Wörth

Ein Raum als Reserve

Wörth – In der Gemeinde Wörth ist der Bedarf an Kinderbetreuung groß. Für räumliche Entlastung soll ein weiterer Gruppenraum im kirchlichen Kindergarten St. Peter in Wörth sorgen.

Um für die weitere Entwicklung Vorsorge zu treffen, sprach sich der Wörther Gemeinderat dafür aus, den kirchlichen Kindergarten St. Peter in Wörth um einen Gruppenraum zu erweitern. Diesem Meinungsbild war eine eingehende und auch kritische Diskussion zur Finanzierung vorausgegangen.

Das positive Votum des Ratsgremiums sei umso entscheidender, da die Kommune 100 Prozent der Kosten zu zahlen hat. Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) erläuterte, dass es kürzlich ein Abstimmungsgespräch mit Vertretern der Kirchenverwaltung, den Kindergartenreferenten und den Leiterinnen der Betreuungseinrichtungen in der Gemeinde gegeben habe. Grund hierfür sei die Aussage der Kirchenverwaltung gewesen, dass in den kommenden beiden Jahren die kirchliche Kindertagesstätte in Wörth ausgebucht sein werde und bereits jetzt Wartelisten vorlägen. Vor allem im Krippenbereich bestehe großer Druck.

Der Reserveraum in St. Peter sei „für die Zukunft ein wichtiger Baustein“, so Geneißl, zumal die kommunale Kindertagesstätte in Hörlkofen ebenfalls sehr gut besucht sei. Vizebürgermeisterin Ulla Dieckmann (SPD) sah in der Erweiterungsmöglichkeit eine „Riesenchance, die man wahrnehmen sollte. So ein Raum wird im Nu genutzt.“

Thomas Elsenberger (ÜPWG) sah ebenfalls den Bedarf als gegeben an und verwies auf das gerade entstehende Neubaugebiet bei der Schule sowie den Trend, Kinder immer früher in die Kita zu schicken: „Das hat sich total gewandelt in den letzten dreißig Jahren.“ Ratsmitglied Anton Erl (CSU) meinte mit Blick auf Baugebiet und Lückenschließungen: „Da kommen mit Sicherheit auch wieder Kinder.“ Er plädierte wie Sepp Brummer (ÜPWG) für den Gruppenraum.

Thomas Altmann (SPD/Parteifreie) wollte wissen, inwieweit die Gemeinde in die Planungen eingebunden sei, wenn sie schon die Kosten zu 100 Prozent zahle. Gneißl erwiderte, dass die Kirchenverwaltung und das Ordinariat die Planungshoheit hätten. Gneißl vertraute auf den „engen Kontakt“ mit der Kirche. Stefan Schimmer (ÜPWG) kommentierte: „100 Prozent zahlen und der Kirche gehört’s dann, da habe ich ein großes Problem damit.“ Gneißl hatte Verständnis für diese Meinung, verwies aber gleichzeitig auf das Ungleichgewicht zwischen den Orten, das entstünde, wenn man die Erweiterung nicht mittragen würde.

Letztlich gab der Gemeinderat Grünes Licht für die Planung und erklärte sich bereit, die Planungskosten zu übernehmen. Ein Investitionsbeschluss über die Maßnahme selbst wurde noch nicht gefasst.

vev

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