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Viel zu klein ist der Hort in Forstern. Jetzt soll eine zweite Gruppe her – und die Kinder in ein Haus umziehen.  

Gemeinderat Forstern 

Hort: Vom Container ins Mietshaus

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Weil der Bedarf derart hoch ist, gibt es in Forstern bald eine zweite Hortgruppe. Rund 50 Kinder können dann betreut werden. Unterkommen sollen sie unweit des jetzigen Standorts in einem Haus, das die Gemeinde gemietet hat.

Forstern– Der Forsterner Kinderhort Villa Kunterbunt platzt aus allen Nähten. Die 26 Betreuungsplätze sind belegt, und es gibt viele weitere Interessenten. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag sprach Bürgermeister Georg Els (AWG) von gut einem Dutzend Voranmeldungen, die bereits vorlägen.

Zusätzlich seien in der außerschulischen Mittagsbetreuung fünf bis zehn Kinder, die in den Hort wechseln sollten, um eine umfassendere Betreuung zu bekommen. Die Mittagsbetreuung habe zudem ihre Kapazitätsgrenzen überschritten. Zum Schuljahreswechsel müssten die angebotenen Plätze reduziert werden, um den Qualitätsstandard aufrecht erhalten zu können. Wartelisten gebe es ebenfalls.

„Im Bereich der Grundschüler besteht Handlungsbedarf“, sagte Els. Auch wenn es keinen Rechtsanspruch auf einen Hortplatz gebe, suchte die Gemeinde nach einer Lösung. Diese könnte unweit des Schulgeländes zumindest als Provisorium für zwei, drei Jahre gefunden worden sein. Die Nähe zur Schule ist nach Auskunft der Hortleitung nötig, da die meisten Kinder im Laufe des Nachmittags dort musische oder sportliche Angebote wahrnehmen, die sie alleine aufsuchen sollen.

In der Sitzung berichtete Els von einem Haus, das die Gemeinde für zunächst fünf Jahre angemietet habe. Es sei inklusive Sanitäranlagen und Heizung frisch saniert und befinde sich nur rund 150 Meter Luftlinie von der Schule entfernt an der Heimgartenstraße / Ecke Feldweg. „Besser kann die Lage nicht sein“, sagte Els.

Er erklärte, dass der Mietvertrag eine Nutzung als Hort hergebe. Auf Rückfrage aus dem Gremium stellte er klar, dass der Hort für die Nachbarn keine große Belastung darstelle, da sich die Betriebszeit auf wenige Stunden am Nachmittag beschränke. Wenn jetzt das Hortteam zustimmt und das Landratsamt die Betriebserlaubnis erteilt, „könnte der Hort ohne große Investitionen und im Prinzip sofort umziehen“.

Das bietet in Els’ Augen noch weitere Vorteile: So könnten der Platz, auf dem die Container jetzt stehen, zeitnah für die Arbeiten am Dorfzentrum frei gemacht werden. Zudem könnten die Module als Unterkunft für Obdachlose dienen.

Vom Hort im Mietshaus waren die Gemeinderäte durch die Bank sehr angetan. Helga Wilms (AWG) wollte mit Blick in die Zukunft wissen, wie es langfristig weitergehen solle. Sie erinnerte daran, dass im Rathausneubau die Unterbringung nur einer Hortgruppe geplant sei. Els betonte nochmals, dass der Umzug ins Mietshaus nur eine Übergangslösung sei.

Langfristig gebe es schon einige Ideen. So könnte man etwa den Kindergarten Villa Wirbelwind, der direkt neben der Schule am Franz-Jaksch-Weg liegt, verlegen und den Hort in dessen Räumen unterbringen.

Als optimal bezeichnete Els in diesem Zusammenhang eine Kombination von Hort und Schulkindergarten. Diese Einrichtung, in der meist zurückgestellte Vorschulkinder intensiv auf die Schule vorbereitet werden, würden auch die Kindertagesstätten und die Schule sehr begrüßen.

Nicht zuletzt verwies der Rathauschef auf aktuelle Förderungen des Bundes, der die Schaffung von Kindertagesstätten mit bis zu 90 Prozent bezuschusse.

Die Verwaltung arbeitet derzeit an einem umfassenden Konzept für die Kinderbetreuung, das dem Gemeinderat möglichst schon in der nächsten Sitzung präsentiert werden soll.

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