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Neues Leben in die alte Turnhalle in Schröding? Der Gemeinderat befasst sich heute Abend damit. 

Gemeinde Kirchberg

Alte Turnhalle soll zum Bürgersaal werden

Die Gemeinde Kirchberg hat gerade erst die Turnhalle fertiggestellt, da kommt schon die nächste große Baustelle: Die Kommune braucht dringend „eine Art Bürgersaal“, wie sich Bürgermeister Hans Grandinger gegenüber der Heimatzeitung ausdrückt.

Von Klaus Kuhn

Kirchberg – Der Raum wäre da: Die alte Turnhalle am Bürgerhaus schreit schon länger nach einer neuen und sinnvollen öffentlichen Verwendung. Sie blieb stehen, als die alte Schule abgebrochen und durch das Bürgerhaus ersetzt wurde. Der Gemeinderat befasst sich in seiner heutigen Sitzung (19.30 Uhr, Bürgerhaus) mit der Grundsatzentscheidung, ob dieser Raum dafür genutzt werden kann und soll.

Eine Kostenschätzung gibt es noch nicht. „Das wäre der nächste Schritt“, so der Bürgermeister, der schon eine Reihe von Verwendungsmöglichkeiten im Auge hat. „Da kriegen wir dann auch eine Theaterbühne rein“, sagt er. Bestuhlt werden könne für knapp 200 Gäste. Würden es mehr Plätze, würden die Ansprüche an den Brandschutz deutlich steigen. Das kann sich die Gemeinde sparen. Der Brandschutz ist es, der andernorts schon für graue Haare gesorgt und den Bürgermeister auf den Plan gerufen hat: „Die Theatergruppe Arndorf sucht dringend nach einer neuen Unterkunft.“ „Die sind mehr oder weniger gebeten worden, sich eine neue Räumlichkeit zu suchen.“ Grund: Der Saal, in dem die Laienspieler aufgetreten sind, erfüllt die Brandschutzanforderungen nicht. Das hat Folgen: „Die sind seit zwei Jahren schon nicht mehr aufgetreten, wollen aber den Verein auch nicht sterben lassen.“ Und noch ein Nutzer steht fest: „Der Kulturverein Kirchberger Linde hat schon Interesse angemeldet.“

Grandinger sieht aber noch weitere und dringende Notwendigkeiten für einen solchen Saal, über die er aus rechtlichen Gründen den Gemeinderat aber nur in der nichtöffentlichen Sitzung ausführlich informieren darf, weil hier private Wirtschaftsinteressen berührt sind. Der ungefähre Umbaubedarf steht fest: „Da muss eben ein neuer Boden rein, die Wände müssen neu verkleidet werden. Und dann brauchen wir einen neuen Zugang auch als Fluchtweg.“ Letzterer lasse sich recht einfach realisieren, weil die Turnhalle ein Stück in den Boden hinein gebaut sei, es müsse also nur eine Tür und eine Treppe nach oben her. Viel mehr werde nicht erforderlich werden.

Noch heuer möchte Grandinger eine Planung fertigen lassen, damit im kommenden Jahr konkret gebaut werden kann. Die Mittel dafür müssten dann in den Etat 2018 eingestellt werden. Um was es in der heutigen Sitzung geht, ist nach den Worten Grandingers erst einmal die Grundsatzentscheidung, ob der Gemeinderat das Vorhaben überhaupt weiter verfolgen will. 

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