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Ehre für herausragende Leistungen und treue Feuerwehrmänner (v. l.): Anna-Lena Götz (Qualiabschlussnote 1,44), Sebastian Knoll (Mittlere Reife 1,83), Theresa Götz (Kauffrau für Büromanagement 1,8), Michael Sedlmaier (Mittlere Reife 1,27), Rudolf Heilmeier, Konrad Wegmann und Johann Kuhn (alle 40 Jahre bei der Feuerwehr). Bürgermeister Hans Grandinger (M.) gratulierte. Nicht auf dem Bild: Georg Kügler (40 Jahre FF). 

Bürgerversammlung

Kirchberg investiert in alte Turnhalle und Grundschule

Die Gemeinde Kirchberg steht finanziell gut da. Das betonte Bürgermeister Hans Grandinger in der Bürgerversammlung.

Kirchberg– Die GemeindeKirchberg steht finanziell gut da. Das betonte Bürgermeister Hans Grandinger in der Bürgerversammlung (wir berichteten). Der Gesamthaushalt 2018 hatte ein Volumen von 4,43 Millionen Euro, unterteilt in Verwaltungshaushalt (2 ,44 Millionen Euro) und Vermögenshaushalt (knapp zwei Millionen Euro). Somit wurde ein Überschuss von fast einer Million Euro erwirtschaftet, die Summe geht in die allgemeine Rücklage. Die Verschuldung der Gemeinde ist rückläufig.

Zur Einwohnerentwicklung konnte Grandinger berichten, dass Kirchberg eine Wachstumsgemeinde sei. 116 Zuzügen in 2018 stehen 76 Wegzüge gegenüber, 16 Geburten waren zu verzeichnen, aber nur zehn Todesfälle. Besonders hob Grandinger die Bebauung des Baugebiets Schröding-Ost hervor, viele junge Einheimische errichten sich dort ein Haus. „Das sind die Einwohner, die später ihre Kinder in unseren Kindergarten und die Schule schicken. Diese könnten irgendwann die offenen Ausbildungsplätze belegen.“

Aktuell hat die kleinste Holzlandgemeinde 1091 Einwohner, der Anstieg hat höhere Steuereinnahmen zur Folge. Die Einnahmen aus der Grundsteuer B stiegen durch die Ausweisung neuer Baugebiete leicht an, der Einkommenssteueranteil deutlicher. Den größten Zuwachs gab es bei der Gewerbesteuer, um mehr als 107 000 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Investiert wurde 2018 in den Dorfspielplatz (30 000 Euro) neben dem Kindergarten und eine erneuerte Zufahrt zur Grundschule. Mit dem beschlossenen Gesamthaushalt von 3,9 Millionen Euro für 2019 sollen der Breitbandausbau vorangebracht, das Schulgebäude und die alte Turnhalle umgebaut, Gemeindestraßen erneuert und Schulden abgebaut werden. „Der Abschluss der Arbeiten zum Breitbandausbau ist absehbar, wenn er auch an vielen Ecken und Enden noch nicht in Betrieb genommen ist. Wir sind aber nicht hinten dran“, erklärte Grandinger. Beeinflusst werde das Fortschreiten des Ausbaus durch die Zurückhaltung von Zahlungen, „mehr können wir nicht machen“, fügte er an. Um Rückmeldungen bat der Bürgermeister, wenn durch die Arbeiten Schäden entstanden seien. Von den 631 300 Euro Gesamtkosten für den Ausbau wird mehr als eine halbe Million Euro vom Freistaat bezuschusst.

Aus der alten Turnhalle in Schröding soll, mit viel Eigenleistung, aber auch aus Haushaltsmitteln, eine Bürgerhalle entstehen. Aus Brandschutzgründen kann diese von höchstens 199 Personen genutzt werden. In der Grundschule ist, durch die immer häufiger in Anspruch genommene Ganztagsbetreuung, die Küche zu klein geworden. Ein Anbau soll hier nicht nur Abhilfe schaffen, sondern auch einen Speiseraum sowie die Möglichkeit, zu spielen oder Hausaufgaben zu machen, umfassen.

Nach großen Planungen warte man nun auf die Genehmigung. Von Landesebene erhoffe man sich eine Förderung von mindestens 50 Prozent, teilte Grandinger mit. Ob die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen, sei fraglich.

Um Achtsamkeit und Mithilfe bat Grandinger aufgrund von Vandalismus am Naturkindergarten. Mehrfach wurden die Plane eines Zelts aufgeschlitzt und Bastelarbeiten der Kinder zerstört. „Das sind keine Lausbubenstreiche, wir haben das zur Anzeige gebracht“, informierte er. Schließlich konnte Grandinger noch Schüler für herausragende Leistungen und Feuerwehrmänner für 40 Jahre Dienst ehren. 

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