Silvia Cedlist eine so genannte „Ghost-Zeichnerin“. Foto: Klaus Kuhn

„Ghost-Zeichnerin“ aus Kirchberg

Cedl verleiht Kreativität

Kirchberg - Sie ist eine so genannte „Ghost-Zeichnerin“, sie leiht also Film- und Fernsehschauspielern ihre Hand und ihre Kreativität: Silvia Cedl aus Kirchberg. Aber die junge Frau will demnächst auch noch auf einem anderen Gebiet aktiv werden.

Wenn Schauspieler gedankenverloren irgendwas auf einem Blatt Papier vor sich hinkritzeln und es dann plötzlich vorzeigbar aussieht, dann hat Silvia Cedl wieder zugeschlagen.

Die junge Frau, die mit ihrem Mann und Sohn Nikolai (1) erst vor kurzer Zeit nach Kirchberg-Neulehen gezogen ist, ist nämlich die Frau im Hintergrund. So etwa in den TV-Serien „Flug des Falken“ oder auch bei „Sturm der Liebe“.

Dabei ist es natürlich nicht egal, was die Schauspieler da zu Papier bringen. Das bekommt sie vorher gesagt, und es muss natürlich zum Drehbuch passen. Und schwupp – wird aus irgendeinem Serien-Darsteller ein begnadeter Künstler.

Seit vier Jahren macht Cedl das schon, und jetzt hat sie begonnen, sich ein neues, kreatives Betätigungsfeld zu suchen. Die Ausrüstung hat sie schon beschafft: Jetzt will sie nämlich in einen echten Wachstumsmarkt einsteigen und Tattoo-Künstlerin werden. „Ich denke, dass ich drei Jahre brauchen werde“, sagt sie. „Da muss man üben, üben, üben.“

Das ist ein Thema bei der bekannten Dauerhaftigkeit ihrer Arbeiten auf der menschlichen Haut. Darauf angesprochen muss sie erst einmal herzhaft lachen. „Mein erstes Tattoo habe ich auf den Po einer Berliner Freundin gemacht“, erzählt sie. „Es ist tatsächlich nicht leicht, weil ein enormes Vertrauen dazu gehört.“

Bei der Tattoo-Convention in Moosburg sichtete sie schon mal den Markt und zeigte sich angetan von dem, was da geboten wurde. Sie schloss ausdrücklich nicht aus, dass in absehbarer Zeit in der Abgeschiedenheit des Erdinger Holzlands ihr kleines Tattoo-Studio entstehen könnte. Hier jedenfalls habe sie Ruhe zum Arbeiten, denn die Produktionen für die verschiedenen Fernsehserien gehe natürlich weiter, erzählt sie.

Dabei gehört Cedl mit ihrer Familie zu den vielen, die sich ein Leben in München einfach nicht mehr leisten können: „Mit Kind und zwei Hunden, das können sie vergessen in München.“ Jetzt fühle sie sich wohl in diesem Mini-Ortsteil der kleinsten Gemeinde des Landkreises Erding.

Klaus Kuhn

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